Tagung zur Digitalisierung und Autonomie in Südtirol: Eigenständigkeit trotz Harmonisierung bewahren30 / 09 / 2024
Am 30. September fand im Landhaus 1 in Bozen eine Tagung zum Thema „Digitalisierung und regionale Autonomie“ statt, organisiert vom Institut für Vergleichende Föderalismusforschung von Eurac Research und der Freien Universität Bozen unter der Schirmherrschaft des Landes Südtirol. Die Veranstaltung beleuchtete die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung in Bezug auf regionale Autonomie und läuft bis 16.30 Uhr.

Landeshauptmann Arno Kompatscher eröffnete die Tagung mit einem klaren Ziel: „Wir wünschen uns, dass Digitalisierung die Verwaltung beschleunigt, bürgernäher gestaltet und effizientere Dienste zu niedrigeren Kosten bietet. Dennoch bringt Digitalisierung auch Standardisierung mit sich. Es ist entscheidend, trotz dieser Vereinheitlichung die regionale Differenzierung zu bewahren.“ Kompatscher betonte, dass Südtirol bestrebt sei, lokale Selbstverwaltung und -bestimmung zu ermöglichen, auch im Rahmen der EU-Richtlinien, der nationalen Gesetzgebung sowie den Datenschutz- und Sicherheitsbestimmungen.
Im Zentrum der Tagung stand der Report „DigiImpact – Digitalisierung und Autonomie Südtirols“, der von Forschern der Universitäten Innsbruck und Freiburg sowie von Eurac Research vorgestellt und diskutiert wurde. Weitere Themen waren künstliche Intelligenz sowie die Erfahrungen und Perspektiven öffentlicher Verwaltungen im Bereich Digitalisierung.
Roland Psenner, Präsident von Eurac Research, hob hervor, dass der Austausch und das voneinander Lernen im Bereich der Digitalisierung entscheidend sei. Walter Obwexer, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck, betonte die wichtige Rolle der Euregio in der Forschung und Zusammenarbeit. Er unterstrich, dass die Kooperation zwischen den Universitäten in Bozen, Trient und Innsbruck sowie Eurac Research weiterhin über gemeinsame Projekte gestärkt werden soll.
Die Tagung unterstreicht, dass Südtirol in der digitalen Transformation die Balance zwischen Standardisierung und regionaler Autonomie sucht und die Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen dabei von zentraler Bedeutung ist.
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