Hochwassergefahr in Südtirol: Pegel steigen, Zivilschutzstatus Alfa bleibt aufrecht10 / 10 / 2024
Angesichts der anhaltenden Hochwassergefahr in Südtirol bleibt der Zivilschutzstatus Alfa bestehen, wie bei der heutigen Bewertungskonferenz (10. Oktober) beschlossen wurde. Obwohl die Niederschläge abklingen und die Störung nach Osten abzieht, haben die Pegel in mehreren Flüssen begonnen, die Vorwarnstufen zu erreichen.

Die höchste Warnstufe gilt weiterhin für Hochwasser mit Warnstufe Orange, während Massenbewegungen und Murgänge mit der Warnstufe Gelb eingestuft werden. Besonders betroffen sind die Regionen Etschtal, Überetsch, Unterland sowie das untere Wipptal, wo die Pegel ansteigen.
Meteorologe Günther Geier berichtete, dass in den westlichen und zentralen Landesteilen teils starke Regenfälle verzeichnet wurden, besonders im hinteren Passeiertal mit Spitzenwerten von 50 Litern pro Quadratmeter. Die Schneefallgrenze liegt derzeit über 2500 Metern, und in den kommenden Tagen wird eine Wetterbesserung erwartet.
Stefan Ghetta vom Landesamt für Hydrologie und Stauanlagen erläuterte, dass der Pegel der Etsch bei Marling bereits die Vorwarnstufe erreicht hat. Auch beim Zusammenfluss von Eisack und Rienz werden höhere Wasserstände erwartet. Trotz abnehmender Niederschläge könnten die Pegel aufgrund gesättigter Böden weiter steigen, vor allem im unteren Etschtal.
Der Hochwasserdienst des Bevölkerungsschutzes steht in engem Kontakt mit den Freiwilligen Feuerwehren, die einsatzbereit sind. Steinschläge und Rutschungen bleiben aufgrund der Bodenverhältnisse in den nächsten Tagen möglich. Bisher gab es jedoch keine größeren wetterbedingten Einsätze.
Weitere Informationen:
- Echtzeitdaten der Pegelmessstationen: wetter.provinz.bz.it/pegelstationen.asp
- Wettervorhersage: wetter.provinz.bz.it
- Verkehrsinformationen: Landesverkehrsmeldezentrale
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