Bauern finden kaum Käufer für Apfelwiesen: Hohe Preise bremsen Verkaufsaktivitäten12 / 10 / 2024
In Südtirol stehen derzeit viele landwirtschaftliche Flächen, insbesondere Apfelwiesen, zum Verkauf. Doch der Verkauf gestaltet sich für die Bauern zunehmend schwierig. Laut Daniel Gasser, dem Obmann des Bauernbundes, haben insbesondere Obstbauern in letzter Zeit mit geringen Erträgen zu kämpfen. Diese Situation führt dazu, dass potenzielle Käufer zögern, die angebotenen Grundstücke zu erwerben.
Christian Platzer, der Regionalpräsident der Maklervereinigung FIAIP, bestätigt die Problematik. Er weist darauf hin, dass die geforderten Preise für landwirtschaftliche Flächen oftmals über 100 Euro pro Quadratmeter liegen. Für viele Bauern seien diese Preise einfach zu hoch: „Früher waren auch die Erträge gut, und die Quadratmeterpreise lagen niedriger“, erklärt Platzer. In der aktuellen Situation sind die finanziellen Spielräume für viele Landwirte begrenzt, was den Kauf von landwirtschaftlichem Grund erschwert.
Platzer erläutert weiter, dass der Erwerb von landwirtschaftlichem Grund nicht nur eine kurzfristige Investition sei, die sofortige Renditen abwirft. Oftmals werde solches Land mit dem Blick auf die Zukunft gekauft, damit die Nachkommen den Obstbaubetrieb weiterführen können. Die Käufer sind häufig ebenfalls Bauern, die von den günstigen Steuersätzen profitieren, doch der Markt bleibt angespannt.
Die Kombination aus hohen Preisen und schwachen Erträgen macht es den Verkäufern schwer, Käufer zu finden. Die Unsicherheit in der Branche könnte dazu führen, dass die Verkäufe in der Zukunft weiter zurückgehen.
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