Trambahnremise in Meran erhält Denkmalschutz: Wichtiger Schritt für Südtirols Technik- und Mobilitätsgeschichte15 / 10 / 2024
Die Trambahnremise in Meran, ein bedeutendes Zeugnis der Technik- und Mobilitätsgeschichte Südtirols, wurde am 15. Oktober unter Denkmalschutz gestellt. Die Entscheidung der Landesregierung folgt einem Antrag, der auf die historische Bedeutung der Remise verweist, die einst als Depot für die erste elektrische Straßenbahn des Habsburgerreiches diente.

Zwischen 1908 und 1956 verband die Straßenbahn Meran mit Oberlana und später auch mit Forst/Algund. Heute wird das Gebäude, das sich westlich des Meraner Zugbahnhofs befindet, von der Inhouse-Gesellschaft Sasa als Busdepot genutzt. Die Unterschutzstellung ermöglicht es, das Gebäude denkmalgerecht an moderne Nutzungsbedürfnisse anzupassen.
Landeskonservatorin Karin Dalla Torre betont die Bedeutung der Remise als „wichtiges Baudenkmal der Technik- und Mobilitätsgeschichte unseres Landes“. Landesrat Philipp Achammer fügt hinzu, dass die Remise die Innovationskraft und Modernität der Jahrhundertwende verkörpere. Dank der Unterschutzstellung könne das historische Gebäude sowohl erhalten als auch einer zeitgemäßen Verwendung zugeführt werden.
Das denkmalgeschützte Gebäude zeichnet sich durch eine Stahlfachwerk-Konstruktion mit gusseisernen Säulen und einer Südfassade mit originalen Segmentbogenfenstern aus. Die Fassade im Stil der Jahrhundertwende, geprägt durch den Wechsel von Glatt- und Rauputz, spiegelt den architektonischen Charme dieser Epoche wider.
Mit dieser Entscheidung wird sichergestellt, dass die Trambahnremise als wertvolles Kulturdenkmal erhalten bleibt und gleichzeitig den Anforderungen der heutigen Nutzung gerecht wird.
Offizielle Pressepartner
