Neues Landesgesetz zur Unterstützung bei sexuellem Missbrauch auf dem Weg08 / 11 / 2024

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Neues Landesgesetz zur Unterstützung bei sexuellem Missbrauch auf dem Weg08 / 11 / 2024

In Südtirol entsteht ein neues Landesgesetz zur Unterstützung von Menschen, die Opfer sexueller Gewalt wurden. Soziallandesrätin Rosmarie Pamer, die gestern (6. November) der Premiere des Films „(K)Einen Ton sagen“ von Georg Lembergh in Bozen beiwohnte, unterstrich die Bedeutung dieser Initiativen. Der Film, der den schwierigen Umgang mit sexuellem Missbrauch thematisiert, fand großen Anklang und führte zu einer bewegenden Diskussion, bei der auch die Landesrätin betonte, wie wichtig eine umfassende Aufarbeitung des Themas sei. „Ich war sehr ergriffen und danke Georg Lembergh für den Mut und die Sensibilität, mit der er dieses Thema angegangen ist“, so Pamer.

Das Landesamt für Kinder- und Jugendschutz und Soziale Inklusion arbeitet intensiv an einem Gesetzesentwurf, um die Thematik von sexueller Gewalt aus einer ganzheitlichen Perspektive zu betrachten und Missbrauchsfälle sowohl aus der Vergangenheit als auch der Gegenwart anzugehen. Ziel sei es, neben einer gesetzlichen Regelung auch konkrete Hilfsangebote und Präventionsmaßnahmen zu fördern. Der Entwurf soll demnächst einer technischen Arbeitsgruppe vorgelegt werden, die mit den spezifischen Anforderungen vertraut ist.

„Es gab eine Zeit, in der sexuelle Gewalt kaum zur Sprache kam, Täter oft geschützt wurden und die Opfer ohne Unterstützung blieben. Wir möchten das ändern und setzen uns für ein umfassendes Maßnahmenpaket ein“, erklärte Pamer. „Es geht darum, den Missbrauch öffentlich zu machen und den Betroffenen Hilfe anzubieten.“

Um das Thema wissenschaftlich zu beleuchten, unterstützt das Land derzeit mehrere Forschungsprojekte, darunter eine Studie zur sexualisierten Gewalt in Südtirol, die von der Universität Innsbruck in Zusammenarbeit mit der Universität Lüneburg durchgeführt wird. Außerdem wird ein Projekt der Universität Trient gefördert, das sich mit den transgenerationalen Folgen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Südtirol beschäftigt, unter Einbindung von Partnern wie Medica Mondiale, dem Frauenmuseum Meran und dem Forum Prävention.

Die Initiativen unterstreichen den hohen Handlungsbedarf und das wachsende Bewusstsein für die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen und gesetzlicher Regelungen. Die Arbeit an einem Gesetz zur Unterstützung bei sexuellem Missbrauch markiert einen weiteren Schritt hin zu einem umfassenderen Schutz von Betroffenen in Südtirol und setzt zugleich ein wichtiges gesellschaftliches Zeichen.

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