Erfolg und Herausforderungen: Arbeitsintegration von Menschen mit Behinderungen in Südtirol03 / 12 / 2024

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Erfolg und Herausforderungen: Arbeitsintegration von Menschen mit Behinderungen in Südtirol03 / 12 / 2024

Die Arbeitsintegration von Menschen mit Behinderungen in Südtirol hat in den vergangenen Jahren sichtbare Fortschritte gemacht, wie eine Bilanz der Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof und der Amtsdirektorin für Arbeitsmarktintegration, Magdalena Oberrauch, zeigt. Seit 2014 fanden 1627 Menschen mit Behinderungen durch gezielte Vermittlungsmaßnahmen eine Beschäftigung, davon allein 209 im Jahr 2023.

Foto: LPA/Fabio Brucculeri

Zahlen und Fakten

Ende 2023 waren 2125 Menschen mit Behinderungen bei privaten und öffentlichen Arbeitgebern beschäftigt. Dennoch bleibt die Herausforderung groß: 3200 Stellen, die im Rahmen der gesetzlichen Pflichtquote vorgesehen sind, sind derzeit unbesetzt. Pro Jahr werden etwa 2,2 Millionen Euro für Förderungen ausgegeben, um die Integration voranzutreiben.

Maßnahmen für mehr Teilhabe

Die Vermittlung erfolgt nach umfassender Prüfung der Arbeitsfähigkeit durch eine Ärztekommission und einer genauen Analyse der potenziellen Arbeitsplätze. Etwa 70 Prozent der Menschen konnten direkt in den Arbeitsmarkt vermittelt werden. Für die restlichen 30 Prozent waren intensive Maßnahmen wie Umschulungen oder berufliche Eingliederung nötig.

Arbeitslandesrätin Amhof betonte:

„Arbeitsintegration bedeutet nicht nur gesellschaftliche Teilhabe, sondern ist auch ein Mehrwert für Betriebe und die Gesellschaft.“

Alter und Arbeitsfähigkeit als Hürden

Mit steigendem Alter wird die Arbeitsvermittlung zunehmend schwierig: Von den derzeit 432 Personen in den Vermittlungslisten sind knapp die Hälfte über 50 Jahre alt. Viele dieser Menschen können aufgrund von Erkrankungen ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben. Requalifizierungen sind in diesen Fällen oft eine Herausforderung.

Individuelle Lösungen zeigen Erfolg

Bei Personen mit psychischen oder kognitiven Beeinträchtigungen zeigt sich der Erfolg individueller Eingliederungsmaßnahmen. Nach einem schrittweisen Einstieg, begleitet durch gezielte Unterstützungsangebote, sind 71 Prozent der so vermittelten Menschen auch nach 10 Jahren noch im selben Unternehmen beschäftigt. Im Vergleich dazu verbleiben von direkt vermittelten Personen nur 28 Prozent langfristig bei ihrem ersten Arbeitgeber.

Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung passgenauer Arbeitsmarktpolitik, die nicht nur kurzfristige Vermittlungen, sondern stabile und nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse fördert.

Ausblick

Während die Fortschritte der vergangenen Jahre ermutigen, bleibt die Integration von Menschen mit Behinderungen eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Aufgabe, die gezielte Maßnahmen und Kooperationen zwischen Arbeitgebern und Behörden erfordert.

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