Südtirol investiert 19 Millionen Euro in die Zukunft des Nahverkehrs04 / 12 / 2024
Die Südtiroler Landesregierung hat am 3. Dezember eine Neuverteilung von 19,1 Millionen Euro aus dem Danc (Debt authorized and not contracted) beschlossen, um wichtige Projekte der Sasa AG zu fördern. Diese Mittel sollen bis 2025 in eine Reihe von Mobilitätsprojekten fließen, die die Qualität und Effizienz des öffentlichen Nahverkehrs in Südtirol weiter steigern sollen. Der Fokus liegt auf neuen Bussen, der Unterbringung des Fahrpersonals sowie der Ladeinfrastruktur.

Flexiblere Busflotte und moderne Infrastruktur
Die ursprünglich für den Bau eines Kompetenzzentrums zur Fahrzeugwartung vorgesehenen Mittel werden nun auf Projekte umverteilt, die sofort umsetzbar und operativ relevanter sind. Dazu gehört die Anschaffung moderner Busse, die sowohl traditionell als auch mit Hybridantrieb betrieben werden können. Diese Busse sind mit der Führerscheinklasse B fahrbar, was die Flexibilität der Flotte erhöht und die Anpassung an die Bedürfnisse des öffentlichen Verkehrs im Land ermöglicht. Astrid Kofler, Präsidentin der Sasa AG, erklärte: „Die neue Busflotte wird nicht nur vielseitiger, sondern auch besser auf die Anforderungen in Südtirol abgestimmt.“
Wohnraum für Fahrpersonal
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Investitionen betrifft die Unterbringung des Fahrpersonals. Aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten in Südtirol plant die Sasa AG den strategischen Kauf von Immobilien in Bozen und Meran, die als Unterkünfte für Fahrerinnen und Fahrer genutzt werden sollen. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, den Wohnraum für das Fahrpersonal zu verbessern und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen zu optimieren.
Fortschritte bei Ladeinfrastruktur und Betriebsgebäuden
Zusätzlich wird die Ladeinfrastruktur für die Elektrobussen weiter ausgebaut. Ebenso sind Arbeiten an Verwaltungs- und Betriebsgebäuden geplant, um einen reibungsloseren Betrieb zu gewährleisten. Diese Investitionen unterstützen die fortschreitende Elektrifizierung der Busflotte und optimieren die Betriebsabläufe der Sasa AG. Der Schritt in eine nachhaltigere Mobilität wird so weiter vorangetrieben, während gleichzeitig die Arbeitsbedingungen des gesamten Sasa-Personals verbessert werden.
Ein zukunftsorientierter Schritt für Südtirol
Mit dieser Investition in die Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs setzt die Landesregierung einen klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, Mobilität und Arbeitsbedingungen. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider betonte: „Wir investieren gezielt in Maßnahmen, die sofortige Wirkung auf die Qualität und Effizienz des Nahverkehrs haben.“ Diese Schritte sind ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende in Südtirol und ein klares Bekenntnis zu umweltfreundlicher und sozialverträglicher Mobilität.
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