Ausverkauf der Heimat und eines Hofes gehört verboten10 / 02 / 2025

Bei der Klausurtagung in Terlan hat der Südtiroler Bauernbund ein drängendes Problem diskutiert: Immer mehr Höfe werden an Nicht-Landwirte verkauft, oft für Ferienwohnungen. Es wird ein Landesgesetz gefordert, das Käufer verpflichtet, die Höfe selbst zu bewohnen und zu bewirtschaften. „Unsere Berglandwirtschaft kann auf dem Weltmarkt nicht mithalten“, erklärt Konrad Senn von der Ortsgruppe Villanders. Die Lösung: ein Gesetz, das den Verkauf an Investoren ohne Bezug zur Landwirtschaft stoppt. „Nur wer den Hof auch Landwirtschaftlich nutzt, soll ihn kaufen dürfen“, so die Forderung. Senn macht die prekäre Lage deutlich: „Wir brauchen auch abends ein Stück Brot und eine Wurst.“ Ohne öffentliche Unterstützung bei Infrastruktur wie Wegen oder Wasserversorgung seien die Bauern chancenlos. „Wenn die Politik nicht handelt, sterben die Höfe – und mit ihnen unsere Kultur.“ Gleichzeitig hoffen die Bauern auf den Tourismus. „Urlaubsgäste sollen mehr regionale Produkte kaufen“, betont Senn. Die Bergbauern erhalten nicht nur die Landschaft, sondern prägen sie. „Wer Almkäse oder Speck genießt, sollte wissen: Dahinter steckt harte Arbeit.“ Ob ein neues Gesetz und mehr Tourismusanfragen die Höfe retten können, bleibt offen. Klar ist: Ohne Hilfe wird der ländliche Charakter Südtirols weiter schwinden.
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