Ehrung der Familie Seehauser,Grassl, Oberlechner24 / 02 / 2025

Der Südtiroler Bauernbund hat auch heuer drei Bergbauernfamilien mit dem Bergbauernpreis ausgezeichnet. „Mit diesem Preis ehren wir drei Familien, die Außergewöhnliches leisten. Zugleich wollen wir ihre Leistungen sichtbar machen“, sagte Obmann Daniel Gasser. Der Wiedlerhof, der über St. Leonhard in Passeier liegt, wird von Martin und Waltraud Grassl mit ihren Kindern Hannes, Jennifer, Valentin und Emilie bewirtschaftet. 144 Erschwernispunkte zeigen, wie herausfordernd die Bewirtschaftung des Hofes ist. Martin Grassl hat den über 600 Jahre alten Erbhof von seinem Onkel übernommen und viel investiert, um ihn modern zu halten. Das Wohnhaus wurde neu gebaut, Wege angelegt und Wiesen verbessert, was viel Handarbeit erfordert. In den nächsten Jahren sind der Bau eines neuen Stalls und Wirtschaftsgebäudes geplant.

Das Hauptgeschäft der Familie ist die Milchwirtschaft mit zehn Grauviehkühen und fünf Kälbern. Die Wiesen werden bis zu dreimal jährlich gemäht, die Bergwiese und Alm einmal jährlich. Die Familie Grassl betreibt am Passeirer Höhenweg einen kleinen Almausschank mit eigenen Produkten. Die Milch wird in Butter und Käse verarbeitet. Es gibt keine Zufahrtsstraße, nur eine Materialseilbahn. Roland und Martina Oberlechner bewirtschaften den Hof Hopfgartner über Mühlwald mit ihren Kindern Sarah, Hannes und Tobias sowie Altbäuerin Johanna. Neuneinhalb Hektar Wiesen und eine Alm werden ebenfalls dreimal gemäht, und es gibt eine Almweide. Die Brüder Siegfried und Helmut Oberlechner helfen regelmäßig mit.

In den letzten Jahren wurden das Wohnhaus, ein Wirtschaftsgebäude und ein Laufstall neu gebaut. Roland Oberlechner hat kürzlich in eine Photovoltaikanlage und einen Batteriespeicher investiert. Die Familie betreibt Urlaub auf dem Bauernhof und hat zwanzig Simmenthaler Kühe. Roland arbeitet zudem bei der Speikboden-Seilbahn. Wetter- und Schädlingseinflüsse haben im Wald Schäden verursacht. Die Familie ist in Vereinen aktiv, und Roland ist Mitglied des Gemeinderates von Mühlwald. Die dritten Preisträger 2025, Thomas und Christa Seehauser, leben mit ihren Kindern am Hof Schwitzer seit dem 13. Jahrhundert. Zusammen mit der Familie bewirtschaften sie 14 Hektar Wiesen und zwei Almen. Thomas hat vor zehn Jahren auf biologische Landwirtschaft umgestellt und einen Laufstall gebaut. Im Sommer wurde eine neue Almkäserei errichtet und eine Almhütte erneuert, während eine andere Almhütte bald erneuert wird. Hannes und Rosmarie verarbeiten die Milch zu Käse und Butter. Thomas Seehauser schätzt den Wald und das Holz, da die Waldarbeit zusätzliches Einkommen bringt. Auch die Tradition, wie die Pflege der Speltenzäune, ist ihm wichtig. Neu am Hof sind die Photovoltaikanlage und dessen Speicher zur Kostenersparnis und zum Klimaschutz. Thomas engagiert sich sogar im Gemeinderat, beim Südtiroler Bauernbund und in der Feuerwehr.
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