Südtirol mit positiven Wirtschaftszahlen01 / 03 / 2025
Die Zahlen aus der Südtiroler Wirtschaft zeigen Stabilität. Der Arbeitsmarkt ist stark, die Exporte steigen, jedoch hat der Bausektor Schwierigkeiten. Die Wirtschaft wächst weiterhin, wenn auch langsam. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2024 um 0,8 % und soll 2025 um 1,2 % wachsen. Ende Januar waren 61.708 Unternehmen im Handelsregister, ein Anstieg von 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark war das Wachstum in bestimmten Bereichen:
- Dienstleistungen: +3,3 %
- Verkehr & Lagerung: +3,2 %
- Baugewerbe: +1,1 %
- Gastgewerbe: +0,9 %
Auch gab es Rückgänge im Handel (-1,4 %), im verarbeitenden Gewerbe (-0,8 %) und in der Landwirtschaft (-0,4 %). In Südtirol bleibt die Arbeitslosenquote sehr niedrig bei 0,8 %. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitssuchenden um 49,5 % gesunken, was auf eine wirtschaftliche Erholung hinweist. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 1,8 %, besonders in bestimmten Branchen.
- Verkehr & Lagerung: +6,8 %
- Gastgewerbe: +4,4 %
- Handel: +2,3 %
- Baugewerbe: +1,8 %
Die Inflation bleibt wichtiges Thema. Im Januar 2025 lag die Preissteigerung bei 0,8 % im Vergleich zum Vormonat und bei 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr.
- Wohnung, Wasser, Energie & Brennstoffe: +2,1 %
- Lebensmittel & alkoholfreie Getränke: +1,5 %
- Gastgewerbe: +4,4 % (Jahresvergleich)
Preissenkungen gab es im Bereich Nachrichtenübermittlung (-5,6 %) und Verkehr (-0,4 %).
Südtirolexport hat im dritten Quartal 2024 ein starkes Wachstum von 4,3 %, mit einem Gesamtwert von 1,9 Milliarden Euro. Besonders stiegen die Ausfuhren bei:
- Metallen & Metallprodukten: +21,5 %
- Landwirtschaftlichen Produkten: +14,5 %
- Exporte in die USA: +42,2 %
- Exporte nach Großbritannien: +35,9 %
Gleichzeitig sanken die Exporte von Textil, Bekleidung, Lederwaren (-6,3 %) und Maschinen (-5,0 %).
Die Tourismusbranche bleibt ein zentrales Getriebe der Südtiroler Wirtschaft. 2024 wurden 37,1 Millionen Übernachtungen gezählt, ein Plus von 2,6 % gegenüber dem Vorjahr.
- Gäste aus anderen Ländern: +12,3 %
- Italienische Gäste: -1,6 %
- Deutsche Gäste: +0,7 %
Die solide Bilanz hat auch ihre Schattenseiten: die Bauwirtschaft schwächelt ebenso wie die Obstwirtschaft.
- Ausgestellte Baugenehmigungen sanken um 32,5 %.
- Apfelpreise gaben leicht nach:
- Golden Delicious: -3,5 %
- Gala: -1,2 %
- Red Delicious: -1,5 %
Das Wirtschaftsklima in der Eurozone verbesserte sich leicht (+1,0 Punkte auf 96,3 Punkte). In Deutschland stieg es um 1,2 Punkte, während es in Italien leicht sank (-0,4 Punkte auf 99,8 Punkte). Die Unsicherheiten im Bau-, Handels- und Dienstleistungssektor belasten Südtirol.
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