Die Wiedereinführung des „Stadel-Artikels“ im Wohnbaureformgesetz könnte den Schutz der Südtiroler Kulturlandschaft gefährden, warnt der Heimatpflegeverband. Claudia Plaikner, die Obfrau, erklärt, dass viele alte Gebäude in Wohnbauten umgewandelt werden könnten, was zu weiterer Zersiedelung führt. Sie kritisiert, dass ein Gesetz, das 2018 abgeschafft wurde, nun als Lösung für die Wohnungsnot zurückkommt, unterstützt von einigen SVP-Abgeordneten ohne Widerstand der Landesregierung. Der Vorschlag lässt es zu, ältere Gebäude zu nutzen, die Abstände zu bewohnten Gebieten zu vergrößern und belastet die Allgemeinheit durch notwendige Infrastrukturen. Plaikner hinterfragt das Argument der Wohnungsnot, da es Ausnahmen gibt, die auch Personen mit bestehenden Wohnmöglichkeiten betreffen. Einige Wohnungen könnten außerdem frei verkauft werden, was Spekulation ermöglicht. Der Heimatpflegeverband fordert die Landesregierung auf, den Artikel zu streichen und eine transparente Wohnbaupolitik zu verfolgen.
