Spannende Fakten zur Banane: Krankheiten, Pestizide und grüne Schale30 / 08 / 2025

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Spannende Fakten zur Banane: Krankheiten, Pestizide und grüne Schale30 / 08 / 2025

Spannende Fakten zur Banane: Krankheiten, Pestizide und grüne Schale<span class="hitradio-master-datum">30 / 08 / 2025</span>

Von ihrer Geschichte und Sortenvielfalt bis hin zu Krankheiten und Bio-Anbau. Erfahren Sie mehr über die beliebte Tropenfrucht und ihren Weg ins Supermarktregal. Die Banane stammt ursprünglich aus Südostasien und wurde im 10. Jahrhundert von Seefahrern nach Europa gebracht. Im 19. Jahrhundert wurde die Banane in den USA als luxuriöse Nascherei bekannt. Der Scherz, auf einer Bananenschale auszurutschen, entstand ebenfalls in dieser Zeit.

Im Großraum Europa wurde die Frucht in den 1920er Jahren bekannt. Damals war die Hauptanbausorte die „Gros Michel“. Diese Sorte wurde von einer Pilzkrankheit, der „Panama Krankheit“ quasi ausgelöscht.

Heute ist die „Cavendish“ die bedeutendste Exportsorte. Jedoch wird auch sie von Pilzkrankheiten heimgesucht, weshalb auch sie vor demselben Schicksal nicht gefeit ist. Die meisten Bananenpflanzen sind Cavendish-Klone, also genetisch ident. Dieser Umstand in Kombination mit dem Anbau als Monokultur über große Flächen hinweg ist perfekter Nährboden für die Ausbreitung von Krankheiten.Um die Pestizidbelastung auf frischem Obst und Gemüse zu reduzieren, entwickelte GLOBAL 2000 im Jahr 2002 das   (PRP).

Von 2022 bis März 2025 wurden insgesamt 59 Bananenproben im Rahmen des Pestizidmonitorings gezogen. Da die Früchte der Bananenpflanze mit Plastik überdeckt werden, ist die Rückstandsbelastung auf der Frucht für Konsument:innen gering. Seit 2024 überschritten jedoch immer mehr Proben die Grenzen   Bifenthrin (Insektzid) und Myclobutanil (Fungizid).

Das PRP kontrolliert im Jahr 15 konventionelle Bananen-Proben in den REWE-Lagern. Dort kommen Bananen aus unterschiedlichen Herkunftsländern zusammen. Etwa aus Kolumbien, Ecuador, Costa Rica und Panama. Es werden sowohl konventionelle als auch Bio-Bananen regelmäßig kontrolliert.

Ich durchforste Dokumente, nehme Blattproben, rede mit Produzenten und kontrolliere, welche Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Für die Bio-Bananen gelten sehr strenge Richtlinien. Gegen Schädlinge und Pilze werden Teebaum- und Orangenöl, Käferfallen und widerstandsfähigere Pflanzen eingesetzt. Das ist zwar aufwendig, aber dafür nachhaltiger und gesünder, als mit dem Flieger Pestizide über große Landstriche zu verteilen. Außerdem kann man sehen, dass dieser Weg der Umwelt und den Menschen guttut.

Ein Studieexternal link, opens in a new tab aus dem Jahr 2015 zeigte, dass mehr als 50 % der befragten Feldarbeiter aus Ecuador wöchentlich „Aerial Spraying“, also die Ausbringung von Pestiziden per Flugzeug, beobachteten. Eine ZDF Reportageexternal link, opens in a new tab dokumentierte die Ausbringung von Pestiziden auf arbeitenden Menschen.

Nemagon

Der Einsatz von Pestiziden hat große Auswirkungen auf die Menschen. Ein Beispiel ist das Mittel Nemagon. Das wurde bis in die 1980er Jahre gegen Fadenwürmer im Boden verwendet. Tausende Bauern wurden durch das Pestizid gesundheitlich geschädigt und litten unter Haut- und Knochenkrankheiten, Unfruchtbarkeit und Krebs. US-Chemiekonzerne und Bananenproduzenten wurden medienwirksamexternal link, opens in a new tab geklagt. Betroffenen lateinamerikanischen Landarbeitern wurde Schadenersatz in der Höhe von 3,2 Millionen US-Dollar zugesprochen.

Mancozeb

Heutzutage ist zum Beispiel das Pestizid Mancozeb im Fokus der Berichterstattungexternal link, opens in a new tab. Mancozeb ist dem PRP schon lange als EDC bekannt. Es wirkt auf die Schilddrüse, schädigt die Fruchtbarkeit und ist laut EFSA krebserregend. In der EU ist es seit 2022 verboten, aber im Globalen Süden wird es weiterhin gegen Pilzkrankheiten verwendet. Ein typischer Fall eines Doppelstandards, wenn die Produkte dann erst recht in die EU importiert werden.

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