Barrieren abbauen

Landesräte Messner und Pamer besuchten die Ausstellung „Gehörlosigkeit erleben“ des Gehörlosenverbandes, unterstützt durch eine blaue Beleuchtung des Landhauses. Anlässlich des Welttags der Gehörlosen am 23. September haben Hubert Messner, Landesrat für Gesundheitsvorsorge, und Rosmarie Pamer, Landesrätin für sozialen Zusammenhalt, die interaktive Ausstellung im Kulturzentrum Trevi in Bozen besucht. Diese ist Teil der Sensibilisierungsinitiative HANDS UP, organisiert vom Gehörlosenverband ENS in Bozen. Die Wanderausstellung ermöglicht den Besuchern, die Welt der Gehörlosen zu entdecken, sich mit Experten auszutauschen und mehr über Gebärdensprachen zu lernen.

In Südtirol sind rund 12 Prozent der Bevölkerung sind von Hörproblemen betroffen. Gehörlosigkeit bedeutet nicht nur das Fehlen des Hörvermögens, sondern auch eine eigene kulturelle Identität und Sprache – die Gebärdensprache. Diese ist für viele Gehörlose das wichtigste Kommunikationsmittel und ein Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe.

Landesrat Messner betonte bei seinem Besuch: „Gehörlosigkeit ist oft unsichtbar und gleichzeitig betrifft sie viele Menschen. Es ist unsere Aufgabe als Gesellschaft, Barrieren abzubauen – in der Kommunikation, im Alltag, aber auch im Gesundheitswesen.“ Landesrätin Rosmarie Pamer ergänzte: „Der Welttag der Gehörlosen am 23. September erinnert uns daran, wie wichtig echte Teilhabe ist, und das nicht nur an einem Tag im Jahr. Zehn Jahre Landesgesetz Inklusion und Teilhabe zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind, Barrieren abzubauen und Gehörlosen wie allen Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.“

Die Ausstellung des Gehörlosenverbandes ist kostenlos zugänglich. Sie macht am 23. September im Kulturzentrum Trevi in Bozen (Kapuzinergasse 28) und am 25. September im Ausstellungssaal des Bürgersaales in Meran (Otto-Huber-Straße 8) Station und ist jeweils von 9.00 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Zudem ist derzeit die internationale Woche der Gehörlosen, die auf die Bedürfnisse gehörloser Menschen aufmerksam machen und den Austausch auf internationaler Ebene fördern soll. Das Land Südtirol unterstützt dies mit einem sichtbaren Zeichen: Das Landhaus 1 erstrahlt in den Abendstunden in blauem Licht.