937 Millionen Euro Strafe27 / 09 / 2025
In Italien wurde gegen sechs Mineralölkonzerne Geldstrafen wegen Preisabsprachen in Höhe von insgesamt 937 Millionen Euro verhängt.

Die Konzerne Esso, Eni, Ip, Q8, Saras und Tamoil sollen sich bei den Biokomponentenpreisen für Kraftstoffe an Tankstellen abgesprochen haben, berichtet die AGCM in Rom. Ein Whistleblower aus der Branche hat die Behörde darüber informiert.
Die Strafen gelten für den Zeitraum von Anfang 2020 bis Mitte 2023. Die Kartellbehörde stellte fest, dass die Konzerne gleichzeitig Preiserhöhungen vornahmen, die größtenteils übereinstimmten und durch Informationsaustausch entstanden. Die Biokomponente bezieht sich auf die Verpflichtung, Biokraftstoffe zu Benzin und Diesel beizumischen. Der Tankstellenbetreiber oder Zulieferer muss sicherstellen, dass ein bestimmter Prozentsatz des Kraftstoffs erneuerbar ist. Laut dem italienischen Fachverband FIGISC betrug dieser Anteil im ersten Halbjahr etwa sieben Cent pro Liter. Im Vergleich zu anderen Kosten wie Rohöl, Steuern oder Vertrieb ist er relativ gering. Die höchste Strafe von 336 Millionen Euro muss der italienische Konzern Eni (ehemals Agip) zahlen.
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