Golden-Power-Regel10 / 10 / 2025
Die italienische Regierung unter Meloni plant, die Anteile chinesischer Investoren an wichtigen Unternehmen zu verringern, um Konflikte mit den USA zu vermeiden. Dabei geht es sowohl um staatliche als auch um private Unternehmen, die als strategisch wichtig gelten, wie zum Beispiel Pirelli, wo der chinesische Staatskonzern Sinochem 37 Prozent besitzt. Wegen dieser Beteiligung stand Pirelli unter Kritik in den USA, und es wurde über Verkaufsbeschränkungen diskutiert. Sinochem bezeichnete seine Beteiligung als langfristige Investition, doch die Regierung in Rom erwägt Maßnahmen, um den Investor zum Verkauf zu bewegen. Dafür nutzt sie die „Golden-Power-Regel“, die es erlaubt, kritische Unternehmen zu schützen. Italien hatte nach der Finanzkrise 2008 chinesische Investoren begrüßt, versucht jetzt aber, die Risiken zu minimieren, da Meloni als Vertraute von US-Präsident Trump gilt und Konflikte mit den USA vermeiden möchte.
„Seit der Wahl Trumps und der zunehmenden Unberechenbarkeit der transatlantischen Beziehungen haben viele EU-Hauptstädte begonnen, Chinas Rolle als Handelspartner zu überdenken“, sagte Beniamino Irdi, ein ehemaliger Regierungsbeamter und Leiter von Highground, einer italienischen Beratungsfirma für politische Risiken.Auch die chinesischen Investoren am italienischen Energienetzbetreiber CPT Reti sollen sich laut Bloomberg zurückziehen. Das Unternehmen gehört zu 35 Prozent einer Einheit der State Grid Corporation of China, die auch zwei Mitglieder des Vorstands stellt.
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