Öffentliche Aufträge10 / 10 / 2025
96.500 digitale Verfahren im Gesamtwert von 3,8 Milliarden Euro wurden von der Agentur für öffentliche Verträge AOV in ihrem Jahresbericht 2024 vorgestellt. Im vergangenen Jahr vergab die öffentliche Verwaltung in Südtirol deutlich mehr Aufträge als 2023, mit insgesamt 96.536 Verfahren, was einem Anstieg von 34 Prozent entspricht. Der Wert der Aufträge liegt bei 3,82 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von knapp 80 Prozent entspricht. Das Wachstum ist hauptsächlich auf ein großes Vergabeverfahren im öffentlichen Schienenverkehr zurückzuführen, das den Dienstleistungssektor stark beeinflusste (+305,5 Prozent). Seit dem 1. Januar 2024 müssen alle Verfahren digital abgewickelt werden, einschließlich Aufträgen unter 40.000 Euro. Die Gemeinden sind die aktivsten Vergabestellen mit etwa 44.500 Verfahren (46,2 Prozent), gefolgt von der Landesverwaltung mit 19.500 Verfahren (20,2 Prozent) und Forschungseinrichtungen mit 18.700 Verfahren (19,4 Prozent). 81 Prozent der Aufträge gingen an Unternehmen in Südtirol, besonders hoch bei Bauaufträgen mit 93,1 Prozent, Dienstleistungen 64,1 Prozent und Lieferaufträgen 41,8 Prozent. Die durchschnittlichen Preisnachlässe betragen 12,5 Prozent, wobei Südtiroler Unternehmen mit 12,4 Prozent nah am Durchschnitt liegen, während staatliche Anbieter bei 13,2 Prozent und ausländische bei 7,0 Prozent liegen.
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