Milchhöfe Mila Brimi fusionieren zum Nachteil von Qualität

Eine Fusion bedeutet ein Abbau am Verwaltungspersonal sowie in deren Produktionsstätten,so die Ansicht vieler Mitarbeiter.Dem könne entgegengewirkt werden,da eine Fusion dazu beitragen könnte,Manager einzusparen und eventuell auch auf den Weltmarkt mit Exporten einzusteigen.Eine Gefahr ist und bleibt,dass man nicht mehr Südtiroler Milch verarbeitet ,sondern Milchpulver aus anderen Staaten,welche in Südtirol mit Wasser verflüssigt und zu Käseprodukten verarbeitet wird,um Kontingenten zu umgehen.

Südtirol könnte bis zum Jahresende einen neuen großen Milchproduzenten haben, da die Milchgenossenschaften Bergmilch Südtirol (Mila) und Brimi in Brixen einen Zusammenschluss prüfen. Eine Studie dazu wurde in Auftrag gegeben, und die Ergebnisse werden den Verwaltungsräten vorgelegt, so Geschäftsführer Matthias Baumgartner. Mila und Brimi erhoffen sich von der Fusion bessere Auszahlungspreise für ihre Mitglieder und eine stärkere Position im internationalen Milchmarkt. Laut Brimi-Geschäftsführer Martin Mair handelt es sich um eine gleichwertige Kooperation. Der neue Betrieb würde 70 Prozent der Milchproduktion in Südtirol abdecken, ohne die kleineren Betriebe zu gefährden. Kleinere Sennereien könnten weiterhin Nischenprodukte herstellen und an Forschung und Entwicklung teilnehmen. Baumgartner glaubt, dass die Fusion kaum Auswirkungen auf die Verbraucher haben wird, da es viele andere Milchhöfe in Südtirol gibt und der Markt wettbewerbsfähig bleibt. Mila und Brimi vertreten zusammen über 3.500 landwirtschaftliche Betriebe in Südtirol.