Heimatbewusstsein und echter Verbundenheit zu Süd-Tirol weit entfernt17 / 10 / 2025

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Heimatbewusstsein und echter Verbundenheit zu Süd-Tirol weit entfernt17 / 10 / 2025

Heimatbewusstsein und echter Verbundenheit zu Süd-Tirol weit entfernt<span class="hitradio-master-datum">17 / 10 / 2025</span>

Kompatschers linke Wohlfühlrhetorik verschleiert die Probleme Süd-Tirols.

Logo der Süd-Tiroler Freiheit, das rote und schwarze Farben mit Text enthält.

In Wien wurde diese Woche am Süd-Tiroler Platz eine Tafel eingeweiht, mit der an die Geschichte Süd-Tirols und die historische Verbundenheit zu Österreich erinnert wird. Die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll und der FPÖ-Tirol, Gudrun Kofler, begrüßen grundsätzlich jede Initiative, die an das schwere Schicksal der Süd-Tiroler und ihren unermüdlichen Einsatz für Selbstbestimmung und Freiheit erinnert. Völlig deplatziert waren aber wieder einmal die Äußerungen von Landeshauptmann Kompatscher, der die wahren Probleme Süd-Tirols verschweigt.

In seiner Rede versuchte Kompatscher, die schicksalhafte Geschichte Süd-Tirols mit Schlagworten wie „Diversität“ und „Pluralität“ zu relativieren – Begriffe, die mit dem jahrzehntelangen Überlebenskampf der Süd-Tiroler gegen die Unterdrückung Italiens herzlich wenig zu tun haben.

Logo des Südtiroler PresseDienstes mit rotem und weißem Text auf schwarzem Hintergrund.

„Anstatt klar und deutlich auf die ungelösten Probleme Süd-Tirols hinzuweisen, flüchtet sich Kompatscher in das bequeme Vokabular der politischen Linken. Das ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die für die Rechte und die kulturelle Eigenständigkeit Süd-Tirols gekämpft haben“, so Sven Knoll.

Denn die Realität ist ernüchternd:

· Das Recht auf Selbstbestimmung wird Süd-Tirol von Italien bis heute verweigert.

· Die Frage der faschistischen Ortsnamen und Denkmäler bleibt ungelöst – im Gegenteil: Der italienische Staat plant aktuell sogar die Renovierung des faschistischen Siegesdenkmals in Bozen.

· Das Recht auf Gebrauch der deutschen Sprache wird immer wieder ignoriert.

· Studientitel aus Österreich werden in Italien vielfach nicht automatisch anerkannt.

· Süd-Tiroler Sportler müssen weiterhin unter italienischer Fahne antreten und sich offiziell zu Italien bekennen.

· Die im Exil lebenden Süd-Tiroler Freiheitskämpfer dürfen noch immer nicht nach Süd-Tirol zurückkehren.

· Die Autonomie, die einst mühsam erkämpft wurde, wird vom italienischen Staat zunehmend ausgehöhlt.

· Und die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für die Süd-Tiroler ist noch immer nicht umgesetzt worden.

„Kompatscher spricht von Vielfalt und Offenheit, aber kein Wort über die fortbestehenden Ungerechtigkeiten gegenüber der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung. Die Süd-Tiroler warten noch immer auf das, was ihnen zusteht: das Recht, selbst über ihre Zukunft zu entscheiden“, betont Gudrun Kofler.

Besonders enttäuschend ist auch, dass bei der Feier ─ offenbar bewusst ─ nicht die österreichische Bundeshymne oder die Tiroler Landeshymne gespielt wurde, sondern „lediglich“ die EU-Hymne. Schämt sich Kompatscher inzwischen schon so sehr für seine eigene Herkunft, dass er sich hinter der EU-Hymne verstecken muss?

„Das zeigt, wie weit sich die politische Linke von Heimatbewusstsein und echter Verbundenheit zu Süd-Tirol entfernt hat“, so Knoll und Kofler abschließend.

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