Heizen mit Holz- Mit Beratung 40.000 Anlagen erreichen21 / 10 / 2025

Die Sensibilisierungskampagne „Heizen mit Holz… aber richtig!“ wird fortgesetzt. Die richtige Holzverbrennung ist wichtig, um Emissionen zu reduzieren. Um umweltfreundlich mit Holz zu heizen, benötigt man Kenntnisse, besonders bei kleinen Anlagen wie Kachelöfen und Kaminöfen. Die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz hat die Kampagne zusammen mit der Kaminkehrer-Berufsgruppe und der Agentur für Energie Südtirol gestartet. Nach dem erfolgreichen Start im Herbst 2024 wird sie auch in der kommenden Heizsaison fortgeführt. Plakate in öffentlichen Räumen und online informieren die Bevölkerung über das richtige Heizen mit Holz, ergänzt durch ein Faltblatt, die Webseite http://www.heizenmitholz.it und Kurzvideos.
„Mit dem richtigen Betreiben der kleinen Holzheizungen lassen sich Emissionen reduzieren und die Luftqualität verbessern“, betonte der Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz und Energie Peter Brunner bei der Pressekonferenz am 20. Oktober in Bozen. „Ziel der Kampagne ist es, innerhalb 2027 rund 20.000 Betreiberinnen und Betreiber von kleinen Holzheizungen zu erreichen. Da ein Haushalt im Schnitt zwei Anlagen zählt, können wir auf diese Weise das richtige Beheizen von rund 40.000 kleinen Holzheizungen in Südtirol fördern.“ Das sei gut die Hälfte der rund 70.000 kleineren Holzheizanlagen (von insgesamt 90.000 Holzheizungen), die es in Südtirol gibt.
Individuelle Beratung durch Kaminkehrer
Erreichen will man dieses Ziel auch mit persönlicher Beratung: Rund 20 Kaminkehrerbetriebe in ganz Südtirol bieten im Anschluss an die üblichen Reinigungs- und Wartungsarbeiten eine Beratung zum richtigen Anfeuern mit Holz an: Dabei geht es vor allem um die richtige Auswahl und Lagerung des Brennstoffs, das korrekte Befüllen des Ofens und das richtige Anzünden sowie die regelmäßige Reinigung und Wartung der Heizanlagen.
„Bei einer unsachgemäßen Verbrennung sind die Staubemissionen – PM10 und PM2,5 – bis zu 50 Mal höher als bei einer sachgemäßen Verbrennung“, erklärte dazu der Direktor des Landesamtes für Luft und Lärm Georg Pichler. „Zudem entsteht der krebserregende Schadstoff Benzoapyren. Die Daten des Emissionskatasters 2024 zeigen, dass die nicht industriellen Verbrennungsprozesse noch immer für einen Großteil der Feinstaub (PM10)- und der Benzo(a)pyren-Emissionen in Südtirol verantwortlich sind.“
Hier setzt die Sensibilisierungskampagne an, für die insgesamt rund 980.000 Euro zur Verfügung stehen. Die Mittel stammen vom Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit (Mase), das im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Land Südtirol zwischen 2023 und 2027 insgesamt fünf Millionen Euro für die Verbesserung der Luftqualität in Südtirol vorsieht.
Offizielle Pressepartner
