Land Südtirol rüstet sich noch stärker gegen Cyber-Attacken21 / 10 / 2025

Informatik AG (SIAG), Cerchio ICT und die Agentur für Cybersicherheit (ACN) informieren über Sicherheitsmaßnahmen gegen Hackerangriffe. Die öffentliche Verwaltung muss sich besser gegen die zunehmend häufigen Cyberangriffe rüsten. Der Hackerangriff auf die Systeme des Landes Südtirol im Juni hat die Bedeutung der Resilienz in diesem Bereich gezeigt. Bei den Cybersecurity Days, die am 20. Oktober im Palais Widmann in Bozen stattfanden, haben Experten das Thema eingehend behandelt. Die Veranstaltung wurde von der Südtiroler Informatik AG (SIAG) und Cerchio ICT mit Unterstützung der ACN getragen.
„Der Cyberangriff, der sich im Juni dieses Jahres auf unsere Dienste ereignet hat, hat gezeigt, dass das Land Südtirol sehr resilient ist, was derartige Attacken angeht. Er hat aber auch Schwachstellen aufgezeigt, die behoben wurden“, erinnerte Landeshauptmann Arno Kompatscher zu Beginn der Veranstaltung „Cybersecurity in der öffentlichen Verwaltung: Strategie und Handeln“. Erneut sei das Bewusstsein geschärft worden, wie wichtig es sei, sich gegen Angriffe im Netz so gut als möglich abzusichern.
Dass gerade die öffentliche Verwaltung zahlreichen Cyber-Angriffen ausgesetzt sei, bestätigte Quästor Giuseppe Ferrari. Die Staatspolizei begegne dem Phänomen auf mehreren Ebenen: Zum einen mit Prävention, zum anderen mit der Postpolizei, die stark mit Unternehmen und der öffentlichen Hand zusammenarbeite, um die Gefahr einzudämmen.
Ulli Mair, die für Wohnbau, Sicherheit und Gewaltprävention zuständige Landesrätin, erklärte: „Der Sicherheitsbegriff ist in Zeiten wie diesen breit aufzufassen, und wir dürfen auf keinen Fall die Risiken, die vom digitalen Raum ausgehen, unterschätzen. Ich danke der SIAG, der Abteilung Informatik sowie den Polizeeinheiten, dass Sie hier wichtige Grundlagenarbeit leisten.“ Mair erwähnte weiters, wie wichtig es sei, die Jugend gegen Cybermobbing, eine besonders perfide Art der Cyberkriminalität, zu schützen.
Alexander Steiner, der Generaldirektor des Landes Südtirol, ging auf das vor einigen Monaten eingerichtete Kompetenzzentrum für Cybersicherheit und die neue CSIRT Südtirol-Einheit ein. Diese habe sich beim jüngsten größeren Cyberangriff bereits beweisen können und werde auch weiterhin als operative Referenzstelle bei der Bewältigung von IT-Sicherheitsvorfällen auf lokaler und gesamtstaatlicher Ebene dienen.
Der Direktor der Abteilung Informatik, Josef Hofer und der Präsident der Siag, Johannes Schneebacher, betonten in ihren Wortmeldungen, dass nicht nur die technologische Innovation und Weiterbildung, sondern vor allem auch die Zusammenarbeit und der Austausch mit anderen öffentlichen Verwaltungen ausschlaggebend für ein erfolgreiches Abwehrsystem gegen digitale Attacken sei.
Anschließend folgten Fachreferate von Seiten diverser Experten der gesamtstaatlichen Agentur für Cybersicherheit und der SIAG.
Am Dienstag und Mittwoch werden die Cybersecurity Days mit Veranstaltungen in Bologna und Mezzolombardo, die vor allem praktischen Übungen gewidmet sind, fortgesetzt.
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