Grund im Tausch gegen kostenlose Wohnungen für die Staatsbeamten22 / 10 / 2025
Die Südtirolerinnen und Südtiroler müssen sich eine Erstwohnung mit einem Darlehen von 30 Jahren abbezahlen, während Staatsbeamte, welche keinen besonderen Dienst und keine Last leisten, eine Wohnung kostenlos bekommen. Das Land Südtirol hat wenig Hirn in das Projekt der Grundentnahme des Staates investiert. Auch Staatsbeamte sollen sich gefälligst die Wohnung abzahlen, wie es das Volk Südtirols machen muss. Es ist ein Hohn, dass sich die Politik gegenüber Südtirol leistet und eine Übervorteilung gegenüber den Staatsbeamten, verlautet Stimmen in den Kreisen vom Volksmunde.
Land übernimmt Militärflächen: 5. Programmabkommen unterzeichnet.
Am 21. Oktober wurde im Palais Widmann das fünfte Programmabkommen zwischen Südtirol, dem Verteidigungsministerium und der Agentur für Staatsgüter unterzeichnet. Die Unterzeichnung fand durch Landeshauptmann Arno Kompatscher, Generalinspektor Mario Sciandra, den Direktor des Bauwesens im Verteidigungsministerium und Marcello Bosica, Direktor der Agentur für Staatsgüter in Bozen statt. Auch Ministerialrat Fabio Mattei, der Generalsekretär des Verteidigungsministeriums, war anwesend.
Das neue Abkommen sieht den Bau und die Renovierung von Infrastrukturen für das Verteidigungsministerium in Bozen, Meran und Toblach vor. Außerdem werden Flächen, die nicht mehr für offizielle Zwecke benötigt werden, an das Land Südtirol in den Gemeinden Pfitsch, Meran und Toblach übergeben .
„Diese Zusammenarbeit ist für alle Beteiligten vorteilhaft“, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher. „Das Land übernimmt die Ausführung der Bauarbeiten unter Einhaltung der geltenden Normen zum Energie- und Bodensparen sowie zum Umweltschutz und erhält im Gegenzug Flächen von gleichem Wert, die für die Armee nicht mehr von Nutzen sind.“ In diesem Fall könnte es laut Kompatscher sogar einen dritten Begünstigten geben – die Ordnungskräfte. „Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen können auch Angehörige der Ordnungskräfte davon profitieren, um dem Mangel an Wohnraum entgegenzuwirken“, sagte der Landeshauptmann.
Landesrätin für Wohnbau, Sicherheit und Gewaltprävention Ulli Mair betonte: „Der Übergang nicht mehr benötigter Kasernen des Verteidigungsministeriums an das Land ist ein bedeutender Schritt, weil es sich um Flächen handelt, die der Landschaft nicht weggenommen werden. In diesen Arealen können moderne urbanistische Konzepte umgesetzt und lebenswerte Stadtquartiere geschaffen werden, die preiswerte Eigentums- und Mietwohnungen ermöglichen. So können wir eine Lücke am Wohnmarkt schließen.“
Auch Landesrat für Hochbau, Vermögen, Grundbuch und Kataster Christian Bianchi zeigte sich erfreut über die Unterzeichnung des fünften Programmabkommens: „Dieses Dokument bestätigt das stete Engagement des Landes bei der Umsetzung der mit dem Staat vereinbarten Maßnahmen für militärische Infrastrukturen. Es handelt sich um gezielte und flächendeckende Eingriffe, die moderne und funktionale Strukturen für die Streitkräfte gewährleisten und zugleich konkrete Vorteile in Form von Dienstwohnungen und effizienten Kasernen bringen. Die Übergabe nicht mehr genutzter Flächen eröffnet zudem den Gemeinden neue Entwicklungsmöglichkeiten und die Chance zur Wiederverwendung strategisch wichtiger Räume für die Allgemeinheit.“
Der Generalsekretär des Verteidigungsministeriums, Ministerialrat Fabio Mattei, betonte die positiven Auswirkungen dieser wichtigen institutionellen Zusammenarbeit, von der alle Beteiligten profitieren:
„Dank der wertvollen Unterstützung der Agentur der Staatsgüter und der anerkennenswerten Bereitschaft des Landes wird erneut das öffentliche Interesse auf die bestmögliche Weise gewahrt – in einer vorausschauenden Perspektive, die als allgemeines Vorbild für eine loyale Zusammenarbeit zwischen den Institutionen dienen sollte“, unterstrich Mattei.
An der Zeremonie nahmen zudem teil: der Generalsekretär des Landes Eros Magnago, die stellvertretende Generalsekretärin Marion Markart, der Direktor der Abteilung Hochbau und Vermögensverwaltung Daniel Bedin, der Kommandant der Gebirgstruppen, Generalmajor Michele Risi, der Stabschef des Kommandos der Gebirgstruppen, Generalmajor Alberto Vezzoli, Oberst Pasqualino Iannotti (Generaldirektion Bauwesen des Verteidigungsministeriums), der Bozner Quästor Giuseppe Ferrari, der regionale Kommandant der Carabinieri Stefano Paolucci, der Kommandant der Finanzwache in Bozen Giuseppe Dinoi, Vizepräfektin Margherita Toth, Merans Vizebürgermeister Nerio Zadcaria, Toblachs Bürgermeister Martin Rienzner und Pfitschs Bürgermeister Stefan Gufler.
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