Neue Hoffnung für verkohlte Hänge29 / 10 / 2025

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Neue Hoffnung für verkohlte Hänge29 / 10 / 2025

Neue Hoffnung für verkohlte Hänge<span class="hitradio-master-datum">29 / 10 / 2025</span>
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Schutzwald-Sanierung im Vinschgau nach den Waldbränden in Latsch, Prad am Stilfserjoch und Stilfs ist in vollem Gange, berichtet das Forstinspektorat Schlanders. Nach den schweren Bränden in Frühjahr haben die Sanierungsarbeiten begonnen. Der Landesforstdienst hat zusammen mit den Grundeigentümern und Gemeinden einen Maßnahmenplan erstellt. Sie arbeiten daran, die geschädigten Gebiete zu sichern und zukünftige Naturgefahren zu verhindern“, erklärt Landesrat Luis Walcher. Er hebt die Leistung der Forstarbeiter hervor und bedankt sich herzlich: „Ihr Einsatz in unseren Schutzwäldern ist unschätzbar. Sie arbeiten unter schwierigen Bedingungen und leisten Pionierarbeit für den Schutz unserer Bürger und Landschaft.“ Bereits unmittelbar nach den Bränden haben die Planungsarbeiten begonnen, so Landesforstdirektor Günther Unterhiner. In Latsch wurde die Hofzufahrt zum Hof Platztair in St. Martin aufgrund instabiler geologischer Verhältnisse verlegt, und die Arbeiten wurden im September abgeschlossen. Auch der Löschteich in Albl wurde bereits projektiert, der Baustart ist fürs nächste Frühjahr geplant. Zudem wurden erste Erhebungen zur Instandsetzung des alten St.-Martiner-Höfeweges als Notzufahrt durchgeführt.

In den verbrannten Waldflächen bei Latsch haben die Forstarbeiter unter der Leitung von Christian Santer über 1000 einheimische Laubbäume gepflanzt, darunter Zürgelbäume, Vogelkirschen, Bergahorne und Birken. Zudem wurden Sträucher wie Holunder, Salweide, Weinrose und Wacholder hinzugefügt.

Wiederherstellung der Schutzfunktion und Förderung der Biodiversität
„Ziel ist es, die natürliche Schutzfunktion des Waldes wiederherzustellen und gleichzeitig die Biodiversität zu fördern. Zudem soll der Wald klimafit gemacht werden, indem trocken- und hitzetolerante Arten aufgeforstet werden“, erläutert der stellvertretende Forstinspektoratsleiter Andreas Platter und hebt hervor: „Die Aufforstungsarbeiten werden uns auch in den nächsten Jahren noch begleiten.“

Auch in der Brandfläche am Montoni in Prad, die bis nach Stilfs reicht, laufen die Wiederbewaldungsarbeiten. Kurz nach dem Brand am 24. April begannen die Aufräumarbeiten. Unter Baustellenkoordinator Fabian Stecher und Forststationsleiterin Barbara Folie wurden Samen von Pionierbaumarten wie Birke und Vogelbeere ausgesät. Im Sommer wurden junge Laubbäume und Sträucher gepflanzt. Wegen der Trockenheit musste mit weiteren Pflanzarbeiten bis Mitte Oktober gewartet werden. Die gepflanzten Bäume sollen natürliche Verjüngung von Laubbäumen fördern. Die Aufforstungsarbeiten werden in den nächsten Jahren fortgeführt.

Damit die jungen Pflanzen eine Chance haben, werden sie aufwändig vor Wildverbiss geschützt, mit nachhaltigen Baumschützern aus Holz und wiederverwendbaren Drahtkörben. Zudem wurden gemeinsam mit der Eigenverwaltung bürgerlicher Nutzungsrechte Prad mit Präsident Gilbert Stecher abgebrannte Baumstämme quer zum Hang gelegt. Diese bieten den neuen Pflanzen Schutz vor Gleitschnee, starker Sonneneinstrahlung und Wildverbiss.

Neben den Aufforstungsarbeiten werden in Prad und Stilfs auch technische Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Dazu gehören die Reparatur der Forstwege, die Verbesserung der Zugänge zu Hydranten, der Bau von Pumpenstandplätzen am Weg zum Montoni und Arbeiten am Löschteich Schartalm. Diese Projekte werden in der nächsten Saison unter der Leitung von Andreas Platter umgesetzt.

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