Naturgefahren30 / 10 / 2025

Sieben Jahre nach dem Sturm Vaia hat die Agentur für Bevölkerungsschutz im Rahmen des Interreg-Projekts X-RISK-CC die Auswirkungen von Extremwetterereignissen untersucht. Der Sturm hatte mehr als 2000 Hektar Wald rund um den Karerpass beschädigt. Dank der Zusammenarbeit von Behörden, Firmen und Grundeigentümern konnten die Aufräumarbeiten schnell und ohne zusätzliche Schäden durchgeführt werden. Der Direktor des Landeswarnzentrums, Willigis Gallmetzer, berichtete, dass das Projekt X-RISK-CC mit zehn weiteren Institutionen des Alpenraums über die Anpassung an die Folgen von Extremwetterereignissen im Klimawandel arbeitet. Der Fokus liegt auf den Gemeinden Welschnofen, Deutschnofen und Aldein, wo die Agentur drei Workshops durchgeführt hat. An diesen nahmen Mitarbeiter des Landeswarnzentrums, der Meteorologie, der Wildbachverbauung sowie Vertreter der Gemeindeverwaltungen und anderer Organisationen teil. Durch die Analyse vergangener Ereignisse wurden Verbesserungspotenziale in allen Phasen des Risikomanagements identifiziert, einschließlich Prävention, Bewältigung und Wiederaufbau. Es wurden auch konkrete Maßnahmen festgelegt, um zukünftige Herausforderungen besser zu bewältigen, wie die Aktualisierung der Gefahrenzonenpläne und die Einführung eines Frühwarnsystems für Gewittervorhersagen. Mit dieser Zusammenarbeit können gezielte Aktionspläne für den Umgang mit Naturgefahren entwickelt werden, die als Vorbild für Südtirol und die Alpen dienen. Das Projekt wird von Eurac Research geleitet und über das Programm Interreg Alpine Space 2021-2027 finanziert.
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