Regulierungsbehörde für Energiepreise von strategischer Bedeutung!20 / 11 / 2025

Die Strompreise in Italien steigen erneut. Der Verbraucherverein Robin warnt, dass vor allem schutzbedürftige Haushalte mit einem Anstieg der jährlichen Ausgaben um 22,2 Prozent rechnen müssen. „Energiepreise sind für Süd-Tirol wichtig und beeinflussen unsere Lebenshaltungskosten, die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und den Umweltschutz! Eine echte Energieautonomie könnte dies verbessern, und dazu brauchen wir eine eigene Energiepreis-Regulierungsbehörde“, sagt der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer.
„Zu einer Energieautonomie gehört selbstverständlich auch eine autonome Regulierungsbehörde für den Energiesektor, welche auf erneuerbare Energie ausgerichtet ist. Solange der Strompreis in Italien an den Gasmarkt gekoppelt bleibt, wird sich auch bei uns in der Preisgestaltung kaum etwas zum Besseren ändern. Dass die Einrichtung einer eigenen Regulierungsbehörde und eine eigenständige Regelung des Strommarktes in Süd-Tirol möglich ist, das haben ein Gutachten der beiden Rechtsexperten Prof. Peter Hilpold von der Uni Innsbruck und Prof. Paolo Piva von der Uni Padua, nach einer Prüfung der Gesetzgebung sowie der Rechtsprechung in Süd-Tirol, in Italien und auf EU-Ebene mit einem eindeutigen Ja beantwortet“, zeigt Zimmerhofer auf.
Die Strompreise gehören in Italien zu den höchsten in ganz Europa und das aus verschiedenen Gründen, wie z. B. hohe Steuern und Umlagen, oder der hohe Anteil an Importen fossiler Brennstoffe. Über 40 Prozent des Strombedarfs Italiens wird in Gaskraftwerken erzeugt und ist dadurch sehr anfällig für weltweite Krisen. Süd-Tirols Energiemix, der auf einem hohen Anteil an erneuerbarer Energie, insbesondere der Wasserkraft fußt, unterscheidet sich somit wesentlich vom Energiemix Italiens.
„Süd-Tirol sollte sich gemeinsam mit anderen Regionen Europas für flexible und regional verankerte Energiesysteme stark machen um unser Land krisenunabhängiger zu machen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und den Umweltschutz voranzubringen“, unterstreicht Bernhard Zimmerhofer abschließend.
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