HPV: Ein wichtiges Thema der Frauengesundheit25 / 11 / 2025

Humane Papillomviren sind häufige sexuell übertragbare Viren, die bestimmte Krebsarten verursachen können. Am 22. November fand im Krankenhaus Bozen ein Kongress mit dem Thema „HPV: Innovationen und Klinische Perspektiven“ statt. Dieser brachte Fachleute aus ganz Italien zusammen, darunter Ärzte, Hebammen und Biologen, die sich mit der Prävention und Behandlung von HPV-bedingten Erkrankungen beschäftigen. Es sind über 200 HPV-Viren bekannt, die unter anderem Gebärmutterhalskrebs, Analkrebs und Vulvakrebs auslösen können. Dr. Martin Steinkasserer, Primar der Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Bozen, betonte, dass HPV eine große Herausforderung in der gynäkologischen Gesundheitsvorsorge darstellt. Dank Impfung und frühzeitiger Diagnostik können viele HPV-bedingte Erkrankungen verhindert werden. In Südtirol dürfen Frauen zwischen 30 und 65 Jahren einen HPV-Test machen, um ihr Risiko für Gebärmutterhalskrebs zu überprüfen. Die Impfung ist die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung, und wir empfehlen sie dringend für Mädchen und Jungen, da eine hohe Durchimpfungsrate die Übertragung von HPV verringert. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb bietet die HPV-Impfung kostenlos für 11- bis 18-Jährige an.
Der Kongress bot einen umfassenden Überblick über die neuesten diagnostischen und therapeutischen Entwicklungen, wobei Themen wie das integrierte Screening und die personalisierte Betreuung HPV-positiver Patientinnen, neue immunmodulierende Therapien, die Bedeutung des vaginalen Mikrobioms sowie Präventionsstrategien für Risikogruppen und innovative Impfkonzepte im Mittelpunkt standen. Ziel war es, Wege aufzuzeigen, wie HPV langfristig als Gesundheitsproblem eliminiert werden kann. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Primärprävention, insbesondere auf der Förderung der HPV-Impfung auch bei Erwachsenen und in Bevölkerungsgruppen mit niedriger Durchimpfungsrate.
Der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes Dr. Christian Kofler begrüßte die Organisation des Kongresses. „Mit dieser Veranstaltung bekräftigt der Südtiroler Sanitätsbetrieb sein Engagement für die Förderung der Frauengesundheit und für eine wissenschaftlich fundierte, präventiv ausgerichtete Medizin. Der Kongress bietet eine wertvolle Gelegenheit für den fachlichen Austausch, die Weiterbildung und die Bewusstseinsbildung über die Bedeutung der Prävention und der interdisziplinären Zusammenarbeit.“
Der Kongress „HPV: Innovationen und Klinische Perspektiven“ stand unter dem Vorsitz des Primars der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Bozen Dr. Martin Steinkasserer. Wissenschaftliche Leiter waren der Facharzt der Gynäkologie am Krankenhaus Bozen Dr. Alessandro Zecchin sowie der Facharzt des Dienstes für pathologische Anatomie Dr. Giovanni Negri.
Der Kongress stand unter der Schirmherrschaft des Südtiroler Sanitätsbetriebes, des GISCi, der italienischen Gruppe für Zervixkarzinom-Screening, und der SICPCV, der italienischen Gesellschaft für Kolposkopie und Zervikovaginalpathologie.
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