Jägerinnen nehmen Überhand28 / 11 / 2025

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Jägerinnen nehmen Überhand28 / 11 / 2025

Jägerinnen nehmen Überhand<span class="hitradio-master-datum">28 / 11 / 2025</span>
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Feierstunde für angehende Jäger und Jägerinnen – Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher: „Praxisnahe Neuerungen in der Prüfung sind ein wichtiger Schritt, um die Jagd sicher und zukunftsfähig zu gestalten.“ Über 200 angehende Jägerinnen und Jäger, darunter die 25-jährige Jungjägerin Lena Obkircher aus dem Sarntal, kamen am 26. November im Waltherhaus in Bozen zur Jägerprüfungsfeier des Jahrgangs 2025 zusammen. Lena ist die Tochter und Enkelin von Jägern und schätzt an der Jagd besonders den Aufenthalt in der Natur und die Beobachtung des Wilds: „ruhig sitzen und nur schauen.“

Der 24-jährige Hannes Huebser aus Freienfeld ist der erste Jäger in seiner Familie. Er liebt die Natur, geht gerne in den Wald und beobachtet das Wild mit seinem Fernrohr.

„Die hohe Zahl an erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen zeigt, dass die Jagd in Südtirol auf eine gut ausgebildete Generation vertrauen kann“, sagte Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher bei der Feierstunde: „Die praktischen Neuerungen in der Prüfung sind wichtig, um die Jagd zukunftssicher zu machen.“

„Die Jägerprüfung zeigt eine hohe Erfolgsquote und eine Verbesserung durch praxisnahe Prüfungsteile“, unterstrich Landesforstdirektor Günther Unterthiner, „die Kandidatinnen und Kandidaten waren sehr gut vorbereitet, und die neuen Regelungen stärken sowohl die Praxisnähe als auch die Sicherheit. Das Bestehen der Prüfung bleibt jedoch nur der Einstieg ins Jägerleben, das durch ständige Weiterbildung und Anpassung an neue gesetzliche Bestimmungen geprägt ist.“ Die am 26. November gefeierten Jägerinnen und Jäger haben die Prüfungen hinter sich, aber noch Einiges vor sich: Praktikum, Erste-Hilfe-Kurs und Waffenpass.

Dominik Trenkwalder vom Landesamt für Wildtiermanagement präsentierte die Zahlen zur Jägerprüfung 2025: 248 Männer und Frauen haben die Theorie- und Schießprüfung bestanden, was ein Rekord ist. Die Anzahl der weiblichen Prüflinge und der 18-Jährigen hat in den letzten fünf Jahren zugenommen. In dieser Herbstsession bestanden rund 80 bis 90 Prozent die Prüfung, was auf neue Regelungen und bessere Vorbereitung zurückzuführen ist. Zuvor lagen die Bestehensquoten bei 60 bis 70 Prozent. Der neue Pflichtteil mit Bildserien von Wildtieren fördert den praktischen Bezug zur Jagdpraxis. Zudem müssen die Kandidatinnen und Kandidaten jetzt vor der Schießprüfung den Umgang mit Kurz- und Langwaffen üben, wodurch mehr Prüflinge die Schießübung bestehen.

„Die Jungjägerinnen und Jungjäger haben bewiesen, dass sie nicht nur die Theorie beherrschen, sondern auch im praktischen Umgang mit der Jagd bestens vorbereitet sind“, ergänzte Landesjägermeister Günther Rabensteiner: „Für die Zukunft ist entscheidend, dass dieses Engagement erhalten bleibt und durch kontinuierliche Weiterbildung vertieft wird.“

Die Wildbiologin Christine Miller sprach über die Auswirkungen von Stress auf Wildtierpopulationen und sagte zu den anwesenden Jägerinnen und Jägern: „Sie haben die Verantwortung für etwas Wertvolles.“ Die Jagdhornbläsergruppe Tisens sorgte für die musikalische Gestaltung der Feier im Waltherhaus. Die Veranstaltung wurde vom Südtiroler Jagdverband eingeladen.

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