Wie Wiesenbrüter geschützt werden können06 / 12 / 2025
Die Landesregierung genehmigt die Richtlinien zur Förderung der Bewirtschaftung im oberen Pustertal, um die Wiesenbrüter zu schützen. Diese Vogelarten zählen zu den stark gefährdeten einheimischen Arten und bauen ihre Nester direkt auf dem Boden in offenen Graslandschaften. Zu den Wiesenbrütern gehören die Feldlerche, das Braunkehlchen, der Goldammer, der Wachtelkönig und der Neuntöter.
Erhebungen von Biologen und Ornithologen haben ergeben, dass es verschiedene Wiesenbrüterarten im oberen Pustertal gibt. Die Landesregierung hat in ihrer Sitzung vom 5. Dezember auf Vorschlag von Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher die Richtlinien für die Gewährung von Beihilfen in diesem Projektgebiet gutgeheißen. „Ganz besonders freut mich, dass der Wunsch, Lebensräume für die wertvollen Wiesenbrüter im oberen Pustertal auszuweiten, von den Bäuerinnen und Bauern selbst gekommen ist. Sie möchten damit selbst aktiv werden und einen Beitrag für die Artenvielfalt leisten“, unterstreicht Landesrat Walcher.
Bei der Bewirtschaftung der Flächen müssen die Antragstellenden zahlreiche Auflagen einhalten: Weder Entwässerung noch Planiervorgänge sind erlaubt, und Hecken sowie Trockenmauern müssen erhalten bleiben. „Von grundlegender Bedeutung für den Erfolg des Projektes zum Schutz der Wiesenbrüter ist die Mitarbeit der Bäuerinnen und Bauern. So werden etwa Wiesen zum Schutz der Wiesenbrüter einige Wochen später gemäht. Zudem werden die entsprechenden Wiesen extensiv bewirtschaftet, um die Artenvielfalt zu steigern, denn Wiesenbrüter brauchen arten- und insektenreiche Wiesen“, erläutert Landesrat Walcher. Je vielfältiger die Pflanzen auf den Wiesen sind, desto mehr Insekten gibt es. In Kombination mit den späten Mähterminen erhöht dies die Chancen, dass Wiesenbrüter erfolgreich brüten.
Das Projektgebiet „Wiesenbrüter oberes Pustertal“ erstreckt sich über rund 6175 Hektar, davon sind circa 3300 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Das Gebiet erstreckt sich von Welsberg auf einer Meereshöhe von 1080 Metern ostwärts über die Talsohle und Hänge des oberen Pustertals bis zur Landesgrenze in Winnebach und Sexten. Die höchsten Flächen liegen oberhalb der Bergweiler und auf der Sextner Sonnenseite.
Die Beihilfe wird in Form einer Flächenprämie gewährt und beträgt jährlich 600 Euro pro Hektar für Wiesenflächen.
Zum Schutz der Wiesenbrüter ist vor sechs Jahren ein Interreg-Projekt auf der Malser Haide gestartet.
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