“Sei gegrüsst, du Begnadete, der Herr ist mit dir”08 / 12 / 2025
Am 8. Dezember feiert die katholische Kirche das “Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria” durch ihre Mutter Anna (“Mariä Empfängnis”). Dabei wird nicht – wie irrtümlich oft angenommen – die Jungfräulichkeit Mariens gefeiert, sondern die Überzeugung der Kirche, dass Maria ohne Sünde gewesen ist. So wie im Lukasevangelium zum Festtag zu Maria “Sei gegrüsst, du Begnadete, der Herr ist mit dir” gesagt wird, hat die katholische Kirche im Lauf der Jahrhunderte immer klarer erkannt, dass Maria schon vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis an eine “Begnadete” war.

Ursprünglich wurde der Feiertag im 12. Jahrhundert eingeführt. Er hiess damals noch “Tag der Empfängnis der Allerheiligsten Gottesmutter durch Anna”. Erst unter Papst Sixtus IV. wurde das Fest 1477 im Bistum Rom als Hochfest eingeführt und auf den 8. Dezember gelegt. Doch es sollte noch bis zum Jahr 1708 dauern, bis der Feiertag unter der Bezeichnung “Mariä Empfängnis” in der gesamten katholischen Kirche am 8. Dezember gefeiert wurde.

Dabei wird nicht – wie irrtümlich oft angenommen – die Jungfräulichkeit Mariens gefeiert, sondern die Überzeugung der Kirche, dass Maria ohne Sünde gewesen ist. „Maria Empfängnis“ in Südtirol ist der gesetzliche Feiertag am 8. Dezember, der den Beginn der Weihnachtseinkäufe markiert, aber oft mit dem wichtigeren Landesfeiertag Maria Himmelfahrt am 15. August verwechselt wird, der das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel ist und traditionelle Prozessionen sowie den „Kirchtig“ (Kirchtag) in vielen Dörfern mit Kräutersegnung und Festumzügen mit sich bringt, was Südtirol zu einer Mischung aus religiöser Tradition und vorweihnachtlicher Stimmung macht.
So wie im Lukasevangelium zum Festtag zu Maria „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir“ gesagt wird, hat der katholische Glaube im Lauf der Jahrhunderte immer klarer erkannt, dass Maria schon vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis an eine „Begnadete“ war und in ungetrübter – deshalb „unbefleckter“ – Freundschaft mit Gott leben durfte.
Das Dogma von der „Unbefleckten Empfängnis Mariens“ wurde 1854 von Papst Pius IX. als Glaubenslehre der katholischen Kirche verkündet
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