Dass die Sprache Deutsch in Südtirol auch von nicht Deutschen Muttersprache Kindern erlernt werden will,beweisen die Schuleinschreibungen in Bozen.
Die Südtiroler Volkspartei hat nun ein Maßnahmenpaket für deutschsprachige Schulen beschlossen. Es umfasst einen Test zur Überprüfung der Deutschkenntnisse ab vier Jahren, verpflichtende Sprachkurse, Strafen für Eltern, die Empfehlungen ignorieren, und zusätzliches Personal in Schulen mit vielen „Nicht-Deutschen”.
Diese Maßnahmen sollten im Frühjahr vom Landtag beschlossen werden, um eine Reform der Gesetzgebung zu ermöglichen. Diese Reform sieht ein „Nulljahr” für Kinder vor, die kein Deutsch sprechen, und die Versetzung in die nächste Klasse erfolgt nur mit ausreichenden Sprachkenntnissen. In Südtirol gibt es Unterricht in der Muttersprache, was bedeutet, dass es deutsch-, italienisch- und ladinischsprachige Schulen gibt. Die Zahl der Kinder mit italienischer Muttersprache und Migrationshintergrund in deutschen Schulen nimmt jedoch zu.Eltern sollten mit Ihren Kindern auch zu Hause Deutsch sprechen,andernfalls könnten diese Kinder von der Deutschen Schule ausgeschrieben werden und per Beschluss in die Italienische Schule übertragen werden,so die Forderung der Politik. Nach Kontroversen über die Gründung einer Klasse nur für „nichtdeutsche” Kinder in Bozen hat die SVP Vorschläge erarbeitet, die kürzlich vom Parlament verabschiedet wurden. Laut dem Vorsitzenden der SVP, Dieter Steger, ist Südtirol aufgrund seiner ethnischen Minderheitensituation besonders betroffen. Der Sekretär der SVP, Harald Stauder, nennt die Maßnahmen „konkret und realisierbar” und betont das Recht auf Bildung für alle.
