Maxiprozess gegen ’Ndrangheta, Cosa Nostra und Camorra14 / 01 / 2026
Dutzende Mitglieder der drei größten Mafiaorganisationen wurden wegen ihrer Infiltration der Wirtschaft in Norditalien schuldig gesprochen und erhielten insgesamt rund 500 Jahre Haft. Der Prozess fand in einem Hochsicherheitssaal eines Mailänder Gefängnisses statt.62 Beschuldigte erhielten Haftstrafen von bis zu 16 Jahren, wie ein Richter in der Millionenmetropole Mailand entschied. In der Summe belaufen sich die Strafen auf 500 Jahre Haft.
Ein italienisches Gericht hat Mitglieder der Mafiaorganisationen ’Ndrangheta, Cosa Nostra und Camorra in Norditalien wegen Drogen- und Finanzdelikten verurteilt. 62 Angeklagte erhielten Haftstrafen von bis zu 16 Jahren, während 45 weitere sich einem vollständigen Prozess stellen müssen. Der Maxiprozess basiert auf den Ermittlungen der Sonderkommission „Hydra“ und ist einer der größten Prozesse gegen Mafiaaktivitäten außerhalb Süditaliens.
Bei der Mafia ist es wie mit einer Schlange,man eliminiert 10 und es gedeihen 50 neue nach,da der Staat ein Mitverschulden innehat,von den Bürgern knapp 50 Prozent Steuern abverlangt,während die Mafia gezielt 15 -20 % Steuergeld als Schutzgeld eintreibt. Nebenbei blühen Drogen und Prostitution,an welchen sogar Gemeinde,Landes und Staatsbeamte und Militärbedienstete dessen erste Kunden sind,wie Prostituierte betonen.
Die ’Ndrangheta, Cosa Nostra und Camorra haben in Norditalien die Wirtschaft infiltriert, insbesondere durch Immobilien, Bauprojekte und Restaurants. Laut Mailänder Staatsanwaltschaft bildeten sie eine seltene Allianz, um gemeinsam verschiedene Verbrechen wie Erpressung, Drogenhandel, Geldwäsche und den Missbrauch eines Bauförderprogramms zu begehen.Im Prozess wurden 21 Treffen von Mafiosi in Mailand und Varese in den Jahren 2020 und 2021 erwähnt, bei denen sie sich über Aufträge für Reinigungsdienste und Parkplatzbetriebe abgesprochen hatten.
Der Prozess fand im Hochsicherheitssaal im Mailänder Gefängnis statt. Nach Morddrohungen gegen die Staatsanwälte waren Sicherheitsvorkehrungen und der Polizeischutz für die Vertreter der Anklage verstärkt worden.
2023 hatte ein Ermittlungsrichter die meisten von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehle abgelehnt, da er die Beweise nicht für ausreichend hielt. Das oberste Gericht Italiens setzte diese aber in Kraft.
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