8,9 Millionen Euro für Natur, Landschaft und Raumentwicklung15 / 01 / 2026
Die Sanierung und Entwicklung der Besucherzentren sowie die Pflege von Biotopen und Landschaften stehen im Fokus. Im Haushalt 2026 des Landes Südtirol sind etwa 100 Millionen Euro für den Bereich Umwelt, Natur, Klimaschutz, Raumentwicklung, Energie und Sport eingeplant. Davon sind 65,5 Millionen Euro für Umwelt und Energie vorgesehen und rund 8,9 Millionen Euro für Natur, Landschaft und Raumentwicklung. Auch hier setzt das Land gezielte Schwerpunkte.
Investitionen in Besucherzentren
So stellt das Land Südtirol Haushaltsmittel für die Besucherzentren bereit. „Dabei handelt es sich um wichtige Informationsstrukturen, die die Besonderheiten und Ziele der Schutzgebiete und den respektvollen Umgang mit der Natur einer breiten Öffentlichkeit vermitteln“, unterstreicht der Landesrat für Natur, Landschaft und Raumentwicklung Peter Brunner.
850.000 Euro jährlich fließen in die Sanierung der Besucherzentren im Nationalpark Stilfserjoch und ihrer Ausstellungsbereiche – naturatrafoi in Trafoi, aquaprad in Prad am Stilfserjoch, avimundus in Schlanders, culturamartell in Martell und die Lahnersäge in Ulten – sowie in die Sanierung der Aufsichtsstellen des Parks. „Damit investieren wir nicht nur in Besucherinformation und Umweltbildung, sondern stärken auch die Ortschaften des Nationalparks und den nachhaltigen Tourismus“, betont Landesrat Brunner.
260.000 Euro jährlich fließen in die strategische Entwicklung des UNESCO-Besucherzentrums Geoparc Bletterbach. Der Geoparc Bletterbach befindet sich seit 2025 in der Phase einer strategischen Neuausrichtung: Geplant sind eine Erweiterung des Besucherzentrums mit ganzjährigem Betrieb, neue wissenschaftliche Projekte und internationale Kooperationen.
Mittel für Biotope und Landschaftspflege
Für 2026 ist der Ankauf von weiteren Biotopflächen geplant. „Das garantiert den Schutz dieser Gebiete langfristig und erleichtert die Bewirtschaftung der Flächen im Sinne des Naturschutzes“, erklärt Brunner. 2026 werden zudem weitere Projekte zur Verbesserung der Landschaftspflege in den Naturparks durchgeführt.
Rund 4 Millionen Euro werden 2026 in Form von Landschaftspflegebeiträgen für die Erhaltung und Aufwertung traditioneller Elemente der Kulturlandschaft wie Schindeldächer, traditionelle Holzzäune und Trockenmauern sowie in Form von Förderungen aus dem Landschaftspflegefonds ausgezahlt. Letztere zielen auf Initiativen, die die Vielfalt von Landschaft und Natur langfristig erhalten, sowie auf die Pflege schutzwürdiger Ensembles.
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