Die Europäische Union plant, den umstrittenen Markt für kurzfristige Vermietungen durch einen einheitlichen rechtlichen Rahmen zu regulieren, was den Tourismus und das Wohnrecht betrifft. Dies ist kein Krieg gegen Plattformen wie Airbnb, sondern basiert auf dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit.Ob Bozen,Brixen,Bruneck,Meran oder Schlanders,es wird alle Städte und Ortszentren treffen.

Brüssel plant, das Home-Sharing nicht zu verbieten, sondern möchte verhindern, dass kurzfristige Renditen zu Wohnraumausschluss führen, besonders in historischen Stadtzentren mit hohem touristischen Druck. Die Regulierung des Marktes für Kurzzeitvermietungen wird Teil des europäischen Wohnungsplans, der bis Ende des Jahres in eine EU-Verordnung umgesetzt werden soll. Ziel ist es, spezifische Instrumente zu schaffen, die die negativen Auswirkungen kurzfristiger Vermietungen anpassen, ohne deren wirtschaftlichen Nutzen zu schmälern. Zukünftige Gesetze werden sich darauf konzentrieren, belastete Wohngebiete zu identifizieren, wobei lokale Verwaltungen differenzierte Regeln festlegen müssen. Schätzungen zeigen, dass kurzfristige Mietverhältnisse in einigen italienischen Vierteln bis zu 20 % des Wohnungsbestands ausmachen, was die Mietpreise erhöht und die Verfügbarkeit für Anwohner verringert, insbesondere in Städten wie Florenz und Rom.
Die Gemeinden spielen eine zentrale Rolle bei der Regulierung kurzer Vermietungen, indem sie rechtliche Maßnahmen ergreifen, um negative Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt zu minimieren und gleichzeitig den wirtschaftlichen Wert zu sichern. Sie können Gebiete als gesättigt erklären und restriktive Maßnahmen einführen, einschließlich einer jährlichen Höchstgrenze für vermietbare Nächte, um spekulative Immobiliennutzung zu reduzieren und stabilere Mietverhältnisse zu fördern. Darüber hinaus wird die Saisonalität in Betracht gezogen, wobei kurze Vermietungen nur in der Hochsaison erlaubt sein sollten, während der Rest des Jahres für schützenswerte Nutzungen wie die Vermietung an Studierende reserviert wäre. Ein weiterer Aspekt der Reform ist die Unterscheidung zwischen professionellen und nicht-professionellen Vermietern, um klare Grenzen zwischen gewerblichen und gelegentlichen Vermietern zu ziehen.
Es wird eine Differenzierung zwischen der traditionellen Beherbergungsbranche und professionellen Anbietern von Kurzzeitvermietungen gefordert, um Wettbewerb und Verbraucherschutz zu stärken. In Italien wurden bereits Maßnahmen zur Einhaltung strengerer Standards und zur Förderung des Wohnungsangebots zu erschwinglichen Preisen eingeführt. Die Stadtplanung soll in den Mittelpunkt der Wohnungspolitik rücken, um das Angebot an touristischen Unterkünften auszugleichen. Zudem wird die europäische Verordnung 2024/1028 zur Schaffung eines Nationalen Identifikationscodes beitragen, um eine präzisere Überwachung und Transparenz zu gewährleisten. Transparenz und Verhältnismäßigkeit werden als Schlüsselprinzipien in den neuen Regeln für Kurzzeitvermietungen etabliert.
