Asylanten in Niederdorf sind Fehl am Platz.28 / 01 / 2026
Bürgermeister Günther Wisthaler äußert sich zu einem umstrittenen Immobilieninserat von „Seeber Immobilien“, das ein Wohnprojekt in Niederdorf als „geeignet als Asylanten-Wohnanlage“ bewirbt. Er versucht, die Debatte zu versachlichen, erkennt jedoch an, dass die Wortwahl des Inserats nicht der Vision der Gemeinde entspricht.Bürgermeister Günther Wisthaler berichtet von unerwartet wenigen direkten Reaktionen der Bevölkerung auf das Bauvorhaben, das als zentrales Entwicklungsprojekt für Niederdorf gilt. Das Projekt umfasst konventionierte Wohnungen und einen Lebensmittelmarkt für die Nahversorgung und wurde von der Baukommission genehmigt, nachdem der ursprüngliche Plan aufgrund fehlender strategischer Umweltprüfung zurückgezogen wurde.Günther Wisthaler stellt klar, dass es seitens der Gemeinde keinerlei Initiative oder Anfrage gegeben habe, in diesem Gebäude Asylanten unterzubringen.
Die Gemeinde Südtirol sieht sich mit der Problematik konfrontiert, dass der Eigentümer einer Immobilie eine Bewerbung als Asylanten-Wohnanlage eingereicht hat, was rechtlich zulässig ist, jedoch politisch und emotional aufgeladen ist. Der Bürgermeister betont, dass dies nicht die zukünftige Nutzung des Gebäudes sei, ein temporäre Unterbringung von Migranten jedoch ohne bauliche Änderungen möglich wäre. Die Debatte über das Bauprojekt in Niederdorf hat sich durch das Inserat verschärft, wodurch die Gemeinde zwischen rechtlichen Rahmenbedingungen und dem Anliegen einer verunsicherten Öffentlichkeit steht.
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