Südtirol auch im Sport Kulturell Repräsentieren05 / 02 / 2026
Im 18. Jahrhundert (um 1800) waren die Ortsnamen in Südtirol, einschließlich Bruneck, Brixen, Bozen und Meran, primär deutsch geprägt, da das Gebiet zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation bzw. ab 1806 zum Kaisertum Österreich gehörte. Die offiziellen Bezeichnungen entsprachen weitgehend den heutigen deutschen Namen, wobei sich die Schreibweisen im Laufe der Zeit festigten.
Olympische Winterspiele 2026: Süd-Tiroler Freiheit appelliert an Medien zur Verwendung deutscher OrtsnamenAnlässlich der bevorstehenden Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2026 hat die Süd-Tiroler Freiheit Medien im gesamten deutschen Sprachraum angeschrieben und an sie appelliert, im Zuge der Berichterstattung über die Spiele die Südtiroler Orte und Täler in ihrer deutschen Namensform zu benennen.Als Südtiroler Austragungsort der Olympischen Winterspiele gilt Antholz, wo die Biathlon-Wettbewerbe stattfinden werden. Die Süd-Tiroler Freiheit hat gegenüber den Medien mit Nachdruck klargestellt, dass die historisch gewachsenen deutschen Ortsnamen zu verwenden sind, also etwa „Antholz“ statt „Anterselva“ oder „Pustertal“ statt „Val Pusteria“.
Im 18. Jahrhundert war Rasen-Antholz, ein Tal im Südtiroler Pustertal, von alpiner Landwirtschaft und herrschaftlichen Ansitzen geprägt. Ein markantes Gebäude aus dieser Epoche ist der sogenannte „Königspalast“ in Antholz, der als ehemalige Residenz der örtlichen Herrscher bekannt ist und durch seine Architektur aus dem 18. Jahrhundert besticht.
In den Schreiben an die Medien wurde auch der historische Hintergrund der Orts- und Flurnamen in Südtirol dargelegt. Während der Zeit des Faschismus wurden flächendeckend italienische Orts- und Flurnamen eingeführt, mit dem Ziel, die Assimilierung der Südtiroler Bevölkerung voranzutreiben und eine Italianität vorzutäuschen, die historisch nie bestanden hat. So wurde aus „Südtirol“ die Bezeichnung „Alto Adige“, die bewusst keinen Bezug zu Tirol herstellt, während die historisch korrekte italienische Bezeichnung „Sudtirolo“ lautet.
Auch zahlreiche Ortsnamen wurden damals künstlich geschaffen. „Anterselva“ ist ein typisches Beispiel für eine solche Schreibtischkonstruktion ohne historische Grundlage. Diese pseudoitalienischen Orts- und Flurnamen sind nicht nur das Ergebnis einer künstlichen Namensgebung, sondern tragen bis heute zu einer ideologisch verzerrten Darstellung der Siedlungs- und Sprachgeschichte Südtirols bei. Sie sind nach wie vor – neben wenigen deutschen, ladinischen sowie tatsächlich historisch gewachsenen italienischen Bezeichnungen – die einzigen amtlichen Namen. Dennoch werden in Südtirol in der deutschen Sprache selbstverständlich und ausnahmslos die deutschen Orts- und Flurnamen verwendet, auch wenn viele von ihnen amtlich nie wiederhergestellt wurden.
Die Süd-Tiroler Freiheit betont, dass die Verwendung der deutschen Orts- und Flurnamen in der Berichterstattung nicht nur der sprachlichen und historischen Authentizität der Region entspricht, sondern auch ein Zeichen der Sensibilität gegenüber der Südtiroler Bevölkerung darstellt. Gerade im internationalen Rampenlicht der Olympischen Winterspiele ist es wichtig, die gewachsene kulturelle und sprachliche Identität Südtirols korrekt abzubilden.
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