Tempo 30 auf Brixens Hauptachse – Realitätsfremde Verkehrspolitik zulasten der Pendler13 / 02 / 2026

Der Antrag des Team K im Gemeinderat von Brixen zur Einführung von Tempo 30 auf den Hauptstraßen in Milland, wie der Mozartallee, der Plosestraße und dem Rienzdamm, wird von der Süd-Tiroler Freiheit als unüberlegt abgelehnt. Diese Straßen sind wichtige Verkehrswege für Pendler, Berufsverkehr, Gäste und den Zubringerverkehr nach Lüsen, St. Andrä und Ploseberg. Solange es keine besseren Alternativen gibt und die Südspange nicht gebaut ist, wird der Verkehr hier weiterhin fließen. Ein Tempolimit wird daran nichts ändern; es verlangsamt lediglich den Verkehr, was negative Folgen für Arbeitnehmer, Betriebe und Familien hat.
Wer Tempo 30 auf einer Hauptverkehrsachse fordert, ohne vorher Alternativen zu schaffen, betreibt keine nachhaltige Verkehrspolitik, sondern Symbolpolitik. Verkehr verschwindet nicht durch ein Schild. Er staut sich oder weicht in Wohngebiete aus, mit entsprechenden Belastungen für andere Stadtteile.
Hinzu kommt, dass auch im öffentlichen Nahverkehr keine ausreichenden Alternativen bestehen. Verbindungen aus einzelnen Fraktionen in die Industriezone sind nur teilweise vorhanden oder unzureichend abgestimmt. Gleichzeitig fahren auf anderen Linien großdimensionierte Busse mit minimaler Auslastung durch das Stadtgebiet. Das ist weder effizient noch gerechtfertigt.
„Wir werden daher eine offizielle Anfrage zur tatsächlichen Auslastung des Citybusses und zur Bedarfsplanung im öffentlichen Verkehr einbringen. Bevor neue Einschränkungen beschlossen werden, müssen bestehende Systeme funktionieren“, kündigt Gemeinderat Stefan Unterberger an.
Selbstverständlich ist Verkehrssicherheit ein zentrales Anliegen. Aber Sicherheit entsteht durch gezielte Maßnahmen an neuralgischen Punkten, durch bauliche Lösungen und durch ein schlüssiges Gesamtkonzept und nicht durch pauschale Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Hauptachsen ohne tragfähige Alternativen.
Solange strukturelle Lösungen fehlen, bedeutet Tempo 30 auf dieser Strecke eine zusätzliche Belastung für jene, die täglich auf diese Verbindung angewiesen sind.
Die Süd-Tiroler Freiheit in Brixen steht für eine realistische, wirtschaftlich verantwortbare und sachorientierte Verkehrspolitik, nicht für ideologische Schnellschüsse.
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