No Woman?03 / 03 / 2026
Die ADA-Datenbank bietet eine Lösung gegen rein männlich besetzte Podien. Fachfrauen für öffentliche Veranstaltungen können nun über eine Datenbank gefunden werden, was den Weg zur Chancengleichheit fördert. Südtirol möchte Frauen in den Medien sichtbarer machen und hat daher zusammen mit dem Landesbeirat für Chancengleichheit und dem Frauenbüro eine Expertinnendatenbank erstellt. Diese wurde am 2. März bei einer Veranstaltung im Palais Widmann vorgestellt. Landeshauptmann Arno Kompatscher wies darauf hin, dass es mehr weibliche Studierende gibt, dennoch Männer häufiger in Medien vertreten sind. Um dies zu ändern, hat Südtirol beschlossen, der Initiative „No Women No Panel“ beizutreten und eine Vereinbarung mit der RAI, der Freien Universität Bozen und der Gemeinde Bozen zu unterzeichnen.
Sichtbarkeit für Fachfrauen: die neue Datenbank ADA

Um konkret ein hilfreiches Instrument zur Verbesserung der Sichtbarkeit von Frauen zur Hand zu haben, wurde die öffentliche Datenbank ADA entwickelt, wie Francesco Trevisan vom Frauenbüro erläuterte. „ADA ist eine Datenbank für Frauen mit beruflichen Qualifikationen, Führungsfähigkeiten und fachspezifischen Kenntnissen, die in Südtirol wohnhaft oder hier beruflich tätig sind“, erklärte Trevisan. Auf diese Weise sind Expertinnen für Medien, Unternehmen und Institutionen leichter auffindbar. Interessierte Frauen können sich in der Datenbank registrieren. Sie ist übrigens nach der britischen Mathematikerin und als erste Programmiererin bezeichneten Ada Lovelace benannt. „Es ist wichtig, dass sich die Datenbank in den kommenden Wochen mit Leben füllt und schon bald viele Kontakte zu Frauen mit den verschiedensten Fachkenntnissen verfügbar sind“, so Trevisan.
„In einer Zeit, in der Gleichstellung und Diversität mehr denn je gefordert werden, ist es unerlässlich, dass Frauen nicht nur als Statistinnen, sondern als Expertinnen in allen Bereichen anerkannt werden. Die vom Gleichstellungsaktionsplan vorgesehene Expertinnendatenbank ist ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass weibliche Stimmen gehört und ernst genommen werden. Es reicht nicht aus, Frauen ‚mitgemeint‘ zu haben – sie müssen aktiv an den Entscheidungstischen sitzen“, forderte Ulrike Oberhammer, die Präsidentin des Landesbeirats für Chancengleichheit für Frauen. Stellvertreterin Nadia Mazzardis fügte hinzu: „Die Datenbank ADA verwandelt Kompetenz in konkrete Zugänglichkeit: eine Plattform, die Talent auffindbar macht und es ermöglicht, Expertinnen aus verschiedenen Bereichen kennenzulernen und zu finden. Keine Ausreden und keine Alibis mehr für rein männlich besetzte Podien.“
Die Netzwerkveranstaltung wurde mit einem Impulsvortrag von Sarah Meraner, Redakteurin, Autorin und Künstlerin, abgeschlossen, die zum Thema „Das Patriarchat ist ein Mistkerl“ sprach und darauf einging, wie Frauen historisch und strukturell unsichtbar gemacht wurden. Speakerin Diletta La Rosa trug mit ihrer Performance „Keine Entschuldigungen!“ zum Gelingen der Veranstaltung bei.
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