Landesregierung und Meisterbund beraten über Aufwertung der Meisterberufe10 / 03 / 2026

Darkmode
◄ Zurück zur Übersicht

Landesregierung und Meisterbund beraten über Aufwertung der Meisterberufe10 / 03 / 2026

Landesräte Galateo, Achammer und Amhof erörtern mit Obermeister Horst Pichler Maßnahmen zur Nachwuchsförderung und zur formalen Anerkennung des Meistertitels in der öffentlichen Verwaltung.

A woman working on flower arrangement, meticulously crafting a floral wreath on a black table in a workshop setting with various flowers and greenery around her.
Foto: LPA/Tiberio Sorvillo

Vertreter der Südtiroler Landesregierung haben sich in den vergangenen Tagen mit Horst Pichler, dem Vorsitzenden des Südtiroler Meisterbundes, zu Arbeitsgesprächen getroffen. Im Mittelpunkt des Austauschs mit den Landesräten Marco Galateo, Philipp Achammer und Magdalena Amhof standen die formale Einstufung des Meistertitels sowie die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen dem Bildungs- und Wirtschaftssektor.

Wirtschaftslandesrat Galateo verwies auf geplante Schritte, um den Berufen im Handwerk, in der Gastronomie und im Handel mehr Sichtbarkeit zu verleihen. Als Instrumente nannte er die Förderung gemeinsamer Veranstaltungen wie die Berufsweltmeisterschaften WorldSkills sowie die Nutzung des TalentCenters der Handelskammer Bozen. Hierbei sei die Einbindung von Fachverbänden und Schulen maßgeblich.

Landesrat Achammer betonte die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung zur Absicherung des Wirtschaftsstandortes. Die Rahmenbedingungen sollen weiter verbessert werden, um Jugendliche langfristig für die rund 60 handwerklichen und gastronomischen Meisterberufe zu gewinnen.

Personallandesrätin Amhof besprach mit Obermeister Pichler die künftige Berücksichtigung von Meistertiteln bei der personellen Einstufung innerhalb der Landesverwaltung. Ziel sei es, hochqualifizierten Fachkräften den Einstieg in den öffentlichen Dienst zu erleichtern. Zudem wurde die Begleitung des anstehenden Generationenwechsels sowie die Möglichkeit der Weiterbeschäftigung nach Erreichen des Pensionsalters thematisiert.

Obermeister Pichler bekräftigte das Ziel des 2013 gegründeten Meisterbundes, den Meistertitel als Qualitätsmerkmal zu verankern und als gleichwertigen Abschluss gegenüber anderen Berufsausbildungen zu positionieren. Der bei der Handelskammer Bozen angesiedelte Bund vertritt die Anliegen der Meisterberufe, organisiert die entsprechende Ausbildung und führt das offizielle Meisterverzeichnis.

Offizielle Pressepartner