Ladinische Sprache und Kultur im Fokus: Land sichert Förderung14 / 03 / 2026
Die Südtiroler Landesregierung hat das Tätigkeitsprogramm und die Finanzierung des ladinischen Kulturinstituts „Micurà de Rü“ für das laufende Jahr gutgeheißen. Damit wird ein zentraler Beitrag zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der rätoromanischen Minderheitensprache geleistet.

Ein klares Bekenntnis zur ladinischen Minderheit in Südtirol: Auf Antrag von Landesrat Daniel Alfreider hat die Landesregierung in ihrer jüngsten Sitzung das Jahresprogramm sowie die entsprechenden Investitionen des ladinischen Kulturinstituts „Micurà de Rü“ genehmigt. Durch die gesicherte Finanzierung kann das Institut seine vielfältigen Aufgaben auch im Jahr 2026 uneingeschränkt und planungssicher fortführen.
Das Kulturinstitut, das seinen Hauptsitz in St. Martin in Thurn (Gadertal) und eine Außenstelle in Wolkenstein (Gröden) hat, spielt eine Schlüsselrolle bei der wissenschaftlichen Erforschung, der Dokumentation und der aktiven Förderung der ladinischen Sprache und Kultur in den Dolomitentälern. Zu den Kernaufgaben zählen unter anderem die Herausgabe von Publikationen und Wörterbüchern, die Sprachberatung für Bürger und Verwaltung sowie die Organisation von kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen.
Für den ladinischen Bildungs- und Kulturlandesrat Daniel Alfreider stellt die Arbeit des Instituts das Fundament für eine lebendige ladinische Identität dar: „Die finanzielle Unterstützung durch das Land garantiert nicht nur den Fortbestand dieser essenziellen Einrichtung, sondern ermöglicht auch zukunftsweisende Projekte. Es ist unser vorrangiges Ziel, unsere Sprache lebendig zu halten und sie gestärkt an die nächsten Generationen weiterzugeben.“
Benannt ist die renommierte Institution nach dem ladinischen Priester und Sprachwissenschaftler Nikolaus Bacher (Micurà de Rü), der bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entscheidende Vorarbeiten für eine einheitliche ladinische Schriftsprache und Grammatik leistete. Seine Vision einer vereinten ladinischen Sprachgemeinschaft prägt die Arbeit des Instituts bis heute.
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