Schneller zur Abfertigung: Nächster Schritt gesetzt

Die Landesregierung bringt die beschleunigte Auszahlung der Abfertigung für öffentlich Bedienstete weiter voran. Ein neues Abkommen soll die teils jahrelangen Wartezeiten nach dem Eintritt in den Ruhestand drastisch verkürzen.

A woman speaking at a podium with a flag in the background, wearing glasses and a dark blazer.
Foto: LPA/Fabio Brucculeri

Für viele öffentlich Bedienstete in Südtirol war die lange Wartezeit auf die zustehende Abfertigung (TFR/TFS) nach dem Pensionsantritt ein ständiges Ärgernis. Nun hat die Südtiroler Landesregierung einen weiteren konkreten Schritt gesetzt, um diesen Prozess spürbar zu beschleunigen und den Zugang zu den eigenen Geldern zu erleichtern.

Wie Personallandesrätin Magdalena Amhof nach der jüngsten Regierungssitzung betonte, sei es ein zentrales Anliegen, den ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung rascher zu ihrem Recht zu verhelfen. Zu diesem Zweck wurde ein neues Abkommen auf den Weg gebracht, das in Zusammenarbeit mit dem nationalen Fürsorgeinstitut NISF/INPS und den Bankinstituten erarbeitet wurde.

Dieses sieht vor, dass Pensionistinnen und Pensionisten künftig die Möglichkeit haben, einen Vorschuss auf ihre Abfertigung zu deutlich günstigeren und vereinfachten Konditionen zu erhalten. Das Land übernimmt dabei eine aktive Vermittlerrolle und beteiligt sich an der Abfederung anfallender Zinsen und Spesen, um die finanziellen Nachteile für die Betroffenen so gering wie möglich zu halten.

Landeshauptmann Arno Kompatscher unterstrich die Bedeutung der Maßnahme: „Wer ein Leben lang im öffentlichen Dienst gearbeitet hat, soll beim verdienten Übertritt in den Ruhestand nicht jahrelang auf sein Geld warten müssen. Mit diesem Schritt schaffen wir eine konkrete Entlastung für ein seit langem bestehendes, staatlich bedingtes Problem.“ Die operativen Details sowie die entsprechenden Formulare für die Antragstellung sollen in Kürze zur Verfügung gestellt werden.