Das Land Südtirol und die Schweiz arbeiten im Bereich der modernen Vermessungstechnik enger zusammen. Eine neue Vereinbarung regelt den grenzüberschreitenden Datenaustausch zwischen den Satellitenpositionierungsdiensten STPOS und AGNES, um die Genauigkeit und Zuverlässigkeit von Messdaten in den Grenzregionen zu erhöhen.

Für eine hochpräzise satellitengestützte Positionsbestimmung (GNSS) sind verlässliche Referenzstationen auf dem Boden unerlässlich. Um diese Genauigkeit insbesondere in den teils schwer zugänglichen alpinen Grenzgebieten zwischen Südtirol und der Schweiz weiter zu optimieren, wurde nun ein wichtiges Abkommen unterzeichnet. Die Vereinbarung vernetzt den Südtiroler Positionierungsdienst (STPOS) mit dem automatischen GNSS-Netz der Schweiz (AGNES), welches vom Bundesamt für Landestopografie (swisstopo) betrieben wird.
Durch die gegenseitige Einbindung der Datenströme aus den jeweiligen Referenzstationen profitieren Nutzerinnen und Nutzer auf beiden Seiten der Grenze von einer deutlich höheren Signalstabilität und Messpräzision. Davon profitieren zahlreiche Sektoren: Nicht nur Geometer, Techniker und Bauunternehmen sind für Kataster- und Bauvermessungen auf exakte geografische Daten angewiesen, sondern auch die Land- und Forstwirtschaft (etwa beim sogenannten Precision Farming) sowie der Zivilschutz und die öffentliche Verwaltung.
Diese grenzüberschreitende Kooperation unterstreicht die Bemühungen des Landes Südtirol, seine digitalen Infrastrukturen und Geodienste kontinuierlich auszubauen und durch internationale Synergien auf dem neuesten Stand der Technik zu halten. Für die vielen Anwenderinnen und Anwender des Südtiroler STPOS-Dienstes bedeutet die Integration der Schweizer Daten einen spürbaren technologischen Mehrwert für den täglichen Einsatz.
