Nachhaltige Mobilität beginnt auch beim Parken27 / 03 / 2026

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Nachhaltige Mobilität beginnt auch beim Parken27 / 03 / 2026

Nachhaltige Mobilität beginnt auch beim Parken<span class="aero-title-date">27 / 03 / 2026</span>

Das Interreg-Projekt „NXTLVL Parking“ zieht Bilanz: In der Südtiroler Pilotgemeinde Prettau wurden erfolgreich konkrete Maßnahmen für eine effiziente Parkraumbewirtschaftung umgesetzt.

A row of metallic bike racks along a paved walkway near a fenced sporting field.
Foto: LPA/Landesamt für Landschafts- und Gemeindeplanung

Parkraum intelligenter nutzen, um den Individualverkehr zu reduzieren und mehr öffentlichen Platz für Menschen und Natur zu gewinnen – das ist das erklärte Ziel des europäischen Interreg-Projekts „NXTLVL Parking“. Nach drei Jahren intensiver Zusammenarbeit von zehn Partnerregionen aus ganz Mitteleuropa fand nun in Budapest das offizielle Abschlusstreffen statt.

Das Land Südtirol, vertreten durch das Landesamt für Landschafts- und Gemeindeplanung, nahm dabei erstmals an einem Projekt des Kooperationsprogramms Interreg Central Europe teil. Der zuständige Landesrat für Raumentwicklung sowie Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Peter Brunner, betonte die Wichtigkeit solcher Initiativen: „Mit einer effizienten Parkraumbewirtschaftung können wir den Verkehr gezielt verringern und den öffentlichen Raum für die Menschen zurückgewinnen. Das bedeutet konkret mehr Platz für Grünflächen, für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für umweltfreundliche Mobilitätsformen wie Bus und Fahrrad.“

Als Pilotgemeinde für Südtirol fungierte Prettau im Ahrntal. Die Gemeinde am Talschluss hat besonders in den Sommermonaten mit einem massiven Aufkommen an Ausflugsverkehr zu kämpfen. Im Rahmen des Projekts wurden vor Ort bereits erste spürbare Verbesserungen realisiert. So wurden unter anderem neue Fahrradständer errichtet, um den Umstieg auf den Drahtesel attraktiver zu machen. Zudem setzte die Gemeinde gemeinsam mit der Landesforstbehörde gezielte bauliche Maßnahmen im Ortsteil Kasern um. Diese erschweren das wilde Parken außerhalb der vorgesehenen Flächen im sensiblen Landschaftsraum des Naturparks Rieserferner-Ahrn erheblich und fördern somit ein geordnetes und nachhaltiges Mobilitätsverhalten.

Die in Prettau und den anderen europäischen Pilotregionen gesammelten Erfahrungen fließen nun in Leitfäden und Maßnahmenpläne ein. Diese sollen künftig auch weiteren Gemeinden als wertvolles Werkzeug dienen, um ihre Parkraumpolitik zukunftsfähig aufzustellen und die Lebensqualität vor Ort nachhaltig zu steigern.

Weitere Informationen gibt es in einem Erklär-Video sowie auf der Projekt-Webseite Parking cars the greener way.

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