Ratschings hat ersten Gemeindeplan für Raum und Landschaft28 / 03 / 2026

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Ratschings hat ersten Gemeindeplan für Raum und Landschaft28 / 03 / 2026

Als erste Südtiroler Gemeinde hat Ratschings das zentrale Planungsinstrument der neuen Raumordnung erfolgreich abgeschlossen. Landesrat Brunner spricht von einem absoluten Meilenstein.

A landscape planning law document titled 'Landesgesetz Nr. 9/2018' in German and Italian, placed on a detailed topographic map with a ruler and a pencil.
Foto: LPA/Peter Daldos

Lange wurde landesweit darüber diskutiert, geplant und getüftelt, nun ist es ganz offiziell: Ratschings hat als erste Kommune in Südtirol den neuen Gemeindeplan für Raum und Landschaft (GPRL) unter Dach und Fach gebracht. Damit setzt die Wipptaler Gemeinde ein kräftiges Ausrufezeichen bei der praktischen Umsetzung des neuen Landesgesetzes.

Das aktuelle Raumordnungsgesetz verlangt bekanntlich von allen heimischen Gemeinden, ihre räumliche Entwicklung komplett neu aufzustellen und in einem umfassenden Plan festzuhalten. Das erklärte Ziel dabei: den Flächenverbrauch spürbar einbremsen, die wertvolle Naturlandschaft besser schützen und gleichzeitig den Dörfern genügend Spielraum für eine smarte, nachhaltige Entwicklung geben. In Ratschings hat man diese komplexe Hausaufgabe nun als absoluter Vorreiter gemeistert.

Für den zuständigen Landesrat für Raumentwicklung, Peter Brunner, ist dieser Abschluss ein enorm wichtiges Signal für das gesamte Land. Er lobte die intensive Vorarbeit und den großen Einsatz der Gemeindeverwaltung vor Ort. „Ratschings zeigt eindrucksvoll, dass die neuen Planungsinstrumente in der Praxis tatsächlich funktionieren und einen echten Mehrwert bringen. Das ist ein tolles Vorbild für alle anderen Gemeinden, die sich aktuell noch mitten in diesem anspruchsvollen Prozess befinden“, freute sich Brunner über den Durchbruch.

Auch in der Gemeinde Ratschings selbst ist die Erleichterung über den erfolgreichen Abschluss groß. Der neue Plan gibt nun ganz klare Leitplanken vor: Wo darf in den kommenden Jahren noch gebaut werden? Welche sensiblen Freiflächen bleiben zwingend erhalten? Und wie sollen sich die einzelnen Ortsteile zukunftsfähig weiterentwickeln? Um diese Fragen nicht nur am Schreibtisch zu klären, wurden die Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld intensiv in die Planung miteinbezogen. So wollte man sicherstellen, dass die neuen Spielregeln auch von der Bevölkerung mitgetragen werden.

Mit dem nun rechtskräftigen Gemeindeplan hat Ratschings maximale Planungssicherheit für das nächste Jahrzehnt. In Bozen hofft man derweil, dass dieses erfolgreiche Pilotprojekt nun auch den restlichen Südtiroler Gemeinden ordentlich Rückenwind bei der Ausarbeitung ihrer eigenen Pläne gibt.

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