Bruneck bleibt Bildungs-Hotspot: Land stärkt Schulen im Pustertal01 / 04 / 2026

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Bruneck bleibt Bildungs-Hotspot: Land stärkt Schulen im Pustertal01 / 04 / 2026

Bruneck bleibt Bildungs-Hotspot: Land stärkt Schulen im Pustertal<span class="hitradio-master-datum">01 / 04 / 2026</span>

Egal ob Handwerk, Gastro oder Pflege – das Pustertal braucht gut ausgebildete Leute. Bei ihrer Bezirkstour in Bruneck hat die Südtiroler Landesregierung deshalb ein klares Bekenntnis zum lokalen Schulstandort abgegeben. Ganz oben auf der Liste: Ein neues Pilotprojekt für dringend benötigte Sozialberufe.

A group of five professionals seated at a table during a meeting, with one speaker gesturing while discussing, in a modern conference room setting.
Foto: LPA/Fabio Brucculeri

Wer im Pustertal eine solide Ausbildung machen will, soll dafür nicht zwingend nach Bozen oder Brixen pendeln müssen. Dass das Angebot vor Ort auch in Zukunft vielseitig und attraktiv bleibt, hat Bildungslandesrat Philipp Achammer bei der Sondersitzung der Landesregierung in Bruneck noch einmal deutlich gemacht.

Die aktuellen Zahlen zeigen, was der Standort jetzt schon stemmt:

  • Rund 1.565 Jugendliche drücken an den Oberschulen (WFO, TFO, Gymnasien) die Schulbank.
  • Etwa 1.119 junge Menschen holen sich im Berufsbildungszentrum ihr Rüstzeug für die Praxis.
  • Fast 500 Schülerinnen und Schüler lernen an der Landeshotelfachschule.
  • Gut 146 angehende Fachkräfte sind in der Landwirtschaftsschule in Dietenheim eingeschrieben.

Fokus auf die Pflege: Neues Pilotprojekt startet im Herbst

Neben dem klassischen Schulunterricht will das Land künftig aber auch bei der berufsbegleitenden Ausbildung richtig Gas geben. Dass gerade im Sozialwesen auf allen Ebenen Personal fehlt, ist längst kein Geheimnis mehr. Um hier gegenzusteuern, baut die Landesberufsschule „Hannah Arendt“ ihr dezentrales Angebot aus – die Ausbildung kommt also zu den Leuten, nicht umgekehrt.

Für Bruneck wurde dafür in enger Zusammenarbeit mit der Bezirksgemeinschaft und den örtlichen Seniorenwohnheimen ein völlig neues Pilotprojekt aus dem Boden gestampft. Gezielt ausgebildet werden dabei Pflegehelfer, Sozialbetreuerinnen und Heimgehilfen.

Der Lehrgang ist extrem praxisnah konzipiert und auf 14 Monate ausgelegt. Die Theorie im Klassenzimmer und der echte Arbeitsalltag in den Heimen sollen dabei nahtlos ineinandergreifen, der regelmäßige Austausch ist fix eingeplant. Los geht’s bereits in diesem September. Für das Pustertal ist das ein enorm wichtiger Schritt, um die Pflege langfristig abzusichern und motivierten Leuten direkt vor Ort eine greifbare berufliche Perspektive zu geben.

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