Ein März der Extreme: Überdurchschnittlich mild, trocken und stürmisch01 / 04 / 2026

Darkmode
◄ Zurück zur Übersicht

Ein März der Extreme: Überdurchschnittlich mild, trocken und stürmisch01 / 04 / 2026

Ein März der Extreme: Überdurchschnittlich mild, trocken und stürmisch<span class="hitradio-master-datum">01 / 04 / 2026</span>

Die Wetterbilanz für Südtirol liegt vor. Der vergangene Monat präsentierte sich ungewöhnlich warm und brachte kaum Niederschlag, dafür aber immer wieder kräftige Böen.

A picturesque view of a small church with a tall red steeple, set against a backdrop of snow-capped mountains and a cloudy sky.
Foto: LPA/Martin Geier

Wer im vergangenen Monat auf klassisches Frühlingswetter mit sanften Schauern gehofft hatte, wurde in Südtirol meist enttäuscht oder regelrecht weggeweht. Die Meteorologen des Landes haben nun die Wetterdaten ausgewertet und bestätigen, was viele im Alltag bereits gefühlt haben: Der März fiel landesweit überdurchschnittlich mild, außergewöhnlich trocken und sehr windig aus.

Die Temperaturen lagen in den vergangenen vier Wochen deutlich über den langjährigen Durchschnittswerten. Bereits früh im Monat kletterten die Thermometer in den Tälern auf beachtliche Plusgrade, was die Natur vorzeitig aus dem Winterschlaf holte. Für die Landwirtschaft bedeutete dieser frühe Wärmeschub allerdings nicht nur Freude, sondern auch Grund zur Sorge: Wenn Kulturen zu früh blühen, steigt das Risiko für massive Schäden durch eventuelle späte Frosteinbrüche im April.

Neben den hohen Temperaturen fiel vor allem die ausgeprägte Trockenheit auf. Die sonst üblichen Frühjahrsniederschläge blieben in weiten Teilen des Landes fast vollständig aus. Dies führte nicht nur zu staubtrockenen Böden, sondern ließ auch die Waldbrandgefahr in einigen Gebieten Südtirols rasch ansteigen. Für den Wasserhaushalt in den Bergen und die Pegel der Flüsse war der fehlende Regen ein deutlicher Dämpfer.

Abgerundet wurde das ungewöhnliche meteorologische Bild durch teils heftige Windereignisse. Kräftige Föhnstürme und starke Böen fegten immer wieder durch die Täler, sorgten für unruhige Nächte und hielten teilweise auch die heimischen Feuerwehren wegen abgebrochener Äste auf Trab. Die Experten des Landesamtes für Meteorologie und Lawinenwarnung sehen in solchen Ausreißern ein Muster, das zunehmend in das Bild der generellen klimatischen Veränderungen passt. Nun richten sich alle Blicke auf den April – in der Hoffnung auf den dringend benötigten, flächendeckenden Regen für die Südtiroler Natur.

Offizielle Pressepartner