Iraner, die zuvor die Regierung kritisiert hatten, haben angesichts der scharfen Äußerungen von Donald Trump ihre Haltung geändert08 / 04 / 2026
Oppositionelle Einwohner von Teheran und anderen iranischen Städten erklärten, dass die Drohungen seitens der USA ihre Angst verstärkt hätten, allerdings nicht vor dem Staat, sondern vor einer Bedrohung von außen. Nun sehen viele von ihnen die Situation mit anderen Augen.
Die iranische Künstlerin Lily erzählte der New York Times, dass sie früher die Proteste gegen die lokalen Behörden unterstützt habe. Doch nach Trumps Äußerungen habe sich ihre Einstellung geändert:
„Ich dachte, er habe den Verstand verloren, und bekam Angst. Jetzt unterstützen wir den Iran und jede Regierung, die ihn regiert.“
Eine weitere Einwohnerin von Teheran, Pari, sagt, dass es unter ihren Bekannten immer weniger Menschen gibt, die auf Druck von außen für einen Machtwechsel gehofft haben.
Der Grund dafür ist die Angst, dass die Angriffe den einfachen Menschen schaden könnten, anstatt zu Veränderungen zu führen.
Auch der iranische Geschäftsmann Pedram Soltani kritisierte die Haltung der USA. Seiner Meinung nach erhöhen solche Äußerungen nicht nur die Risiken für den Iran, sondern auch für die Vereinigten Staaten selbst und verstärken die Feindseligkeit ihnen gegenüber in der Welt.
Negative Reaktionen auf das Vorgehen der USA und Israels, einschließlich der Drohungen mit massiven Angriffen auf das Land, zeigten auch iranische Emigranten in anderen Ländern – einige von ihnen bekundeten zudem ihre Unterstützung für das Land und riefen dazu auf, in dieser schwierigen Zeit zusammenzuhalten.
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