Landesrätin Magdalena Amhof beleuchtet bei Besuchen in Schlanders und Laas die Herausforderungen der Personalfindung und die soziale Integration in ländlichen Betrieben.

Die Struktur des Arbeitsmarktes prägt entscheidend den Lebensalltag in den Tälern Südtirols. Um sich ein direktes Bild von den lokalen Gegebenheiten und den Herausforderungen bei der Mitarbeitersuche zu machen, hat Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof dem Vinschgau einen Besuch abgestattet. Im Zentrum der Visite standen Gespräche im Arbeitsvermittlungszentrum (AVZ) in Schlanders sowie ein Lokalaugenschein bei der HOPPE AG in Laas.
Fernab der städtischen Ballungszentren verläuft die Rekrutierung von Personal oft unter anderen Vorzeichen. Für Unternehmen im Vinschgau ist es eine ständige Aufgabe, Fachkräfte in der Region zu halten oder neu zu gewinnen. Bei ihrem Austausch mit dem Team des Arbeitsvermittlungszentrums Schlanders erörterte Amhof die aktuellen Dynamiken und Bedürfnisse sowohl der Arbeitssuchenden als auch der lokalen Arbeitgeber.
Ein wesentlicher Faktor für die Beschäftigung in der Peripherie ist die Erreichbarkeit der Arbeitsstätten. „Attraktive Arbeitsplätze sind eine Ressource für das gesamte Einzugsgebiet“, betonte die Landesrätin bei ihrem Besuch. Die räumliche Nähe zwischen Wohnort und Betrieb wirke sich direkt auf den Alltag der Menschen aus: Kurze Pendelzeiten bedeuten für die Beschäftigten im ländlichen Raum einen spürbaren Gewinn an Lebensqualität und Zeit für das familiäre und gesellschaftliche Umfeld.
Ein Platz für alle: Soziale Teilhabe im Betrieb
Wie Arbeitsrealitäten an unterschiedliche menschliche Voraussetzungen angepasst werden können, zeigte sich im zweiten Teil des Besuchs bei der HOPPE AG in Laas. Dort stand nicht nur die klassische Produktion im Vordergrund, sondern ein spezifisches Modell der Inklusion.
Innerhalb der Produktionsstätte wurde eine sogenannte „geschützte Werkstatt“ als eigene Insel eingerichtet. Diese wird von der Vereinigung Lebenshilfe betreut. Das Konzept zielt darauf ab, Menschen mit Behinderung, die aufgrund ihrer Voraussetzungen nicht in den regulären, stark leistungsorientierten Arbeitsmarkt integriert werden können, eine geregelte Beschäftigung zu bieten.
Die direkte Einbindung der Werkstatt in das Werksgelände ermöglicht es den betreuten Personen, an der Struktur eines normalen Arbeitstages teilzuhaben und sich als aktiven Teil der Betriebsgesellschaft zu erleben. Solche Modelle veranschaulichen sachlich, wie regionale Arbeitgeber neben ihrer wirtschaftlichen Funktion auch Verantwortung für das soziale und zwischenmenschliche Gefüge an ihrem Standort übernehmen können.
