Dialog auf Augenhöhe: EU-Kommissar sucht in Bozen das Gespräch zu Sicherheit und Migration11 / 04 / 2026
Hoher Besuch im NOI Techpark: Am 17. April diskutieren europäische, nationale und lokale Politiker, wie die großen Herausforderungen unserer Zeit vor Ort in Südtirol gemeistert werden können.

Die Themen Sicherheit und Migration sind oft mit Sorgen, Emotionen und vielen Fragezeichen verbunden. Es sind Themen, die uns in den Fernsehnachrichten fast täglich begegnen, aber eben auch direkt unseren Alltag in den Städten und Dörfern berühren. Umso wichtiger ist es, dass Entscheidungen dazu nicht nur hinter verschlossenen Türen im fernen Brüssel getroffen werden, sondern dort diskutiert werden, wo die Menschen leben. Genau dieses Ziel verfolgt das „Forum Sicherheit und Migration“, das am kommenden Freitag, den 17. April, im NOI Techpark in Bozen-Süd stattfindet.
Die Veranstaltung bringt jene Menschen an einen Tisch, die auf unterschiedlichen Ebenen Verantwortung tragen. Mit Magnus Brunner ist der zuständige EU-Kommissar in Südtirol zu Gast. Er trifft sich ab 11 Uhr im Seminarraum 1 des NOI Techparks mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Regierungskommissärin Maddalena Travaglini. Auch der Südtiroler EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann wird die Sichtweisen aus dem Europäischen Parlament einbringen.
Raus aus der Theorie, rein in die Praxis
Dass sich diese hochrangigen Politiker in Südtirol treffen, ist ein starkes Signal für die Region. Migration und das Bedürfnis nach einem sicheren Lebensumfeld sind keine abstrakten Theorien, sondern prägen das gesellschaftliche Miteinander auf den Straßen und Plätzen. Die Herausforderung für die Politik besteht darin, humanitäre Verantwortung mit dem berechtigten Wunsch der einheimischen Bevölkerung nach Ordnung und Sicherheit in Einklang zu bringen.
Der direkte Austausch zwischen der europäischen Ebene (Brunner), dem italienischen Staat (Travaglini) und der lokalen Verwaltung (Kompatscher) ist entscheidend, weil Lösungen nur dann im echten Leben funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen. Es geht darum, europäische Richtlinien so zu gestalten, dass sie in einer Grenzregion wie Südtirol – am Knotenpunkt zwischen Nord und Süd – praktisch umsetzbar sind und die lokalen Behörden nicht überfordern.
Transparenz für die Bürger
Solche Foren sind wichtig, um Brücken zwischen der sogenannten „großen Politik“ und der lokalen Realität zu bauen. Sie bieten die Chance, Sorgen offen anzusprechen und gemeinsam nach Wegen zu suchen, die ein friedliches und geregeltes Zusammenleben für alle ermöglichen.
Um die Öffentlichkeit über die Ergebnisse und die Stimmung dieses wichtigen Austauschs zu informieren, stehen die Politiker den Medienvertretern direkt im Anschluss an die Konferenz (ab ca. 12:15 Uhr) für Fragen zur Verfügung. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Dialog dazu beiträgt, bei diesen sensiblen Themen künftig noch spürbarer auf Augenmaß und Menschlichkeit zu setzen.
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