Gemeinsame Wege für weniger Verkehr im Vinschgau15 / 04 / 2026

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Gemeinsame Wege für weniger Verkehr im Vinschgau15 / 04 / 2026

Gemeinsame Wege für weniger Verkehr im Vinschgau<span class="hitradio-master-datum">15 / 04 / 2026</span>

Halbzeit der Legislaturperiode: Die Landesregierung trifft sich auf Schloss Goldrain mit den Bürgermeistern des Bezirks. Im Fokus stehen ganz konkrete Lösungen, um den Alltag auf den Vinschger Straßen spürbar zu erleichtern.

A diverse group of 20 individuals standing together on a green lawn in front of a historic building with a tower, surrounded by mountains and trees.

Politik darf nicht nur in den fernen Amtsstuben in Bozen passieren, sondern muss dort ansetzen, wo das Leben der Menschen stattfindet. Gerade im Vinschgau, wo das Tal eng und die Hauptverkehrsadern oft dicht gedrängt sind, ist das Thema Mobilität nicht nur eine Frage der Infrastruktur, sondern eine der täglichen Lebensqualität. Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim morgendlichen Schulweg oder beim Pendeln durchs Tal: Stau, Lärm und Sicherheit beschäftigen uns alle. Um genau diese Herausforderungen direkt vor Ort zu besprechen, hat sich die Landesregierung am 14. April auf Schloss Goldrain mit den Bürgermeistern und der Bezirkspräsidentin zu einem Sondersitzung getroffen.

Solche Treffen zur Halbzeit der Legislaturperiode (2024–2028) sind enorm wertvoll. Sie bauen Brücken zwischen den großen Plänen des Landes und der unmittelbaren Realität in den Dörfern. Es geht nicht darum, von oben herab Entscheidungen zu diktieren, sondern zuzuhören, wo bei den Gemeinden ganz konkret der Schuh drückt. Landeshauptmann Arno Kompatscher fasste die Stimmung treffend zusammen: „Es war ein fruchtbarer und sehr konkreter Austausch, in dem viele Themen im Mittelpunkt standen, die die Lebensqualität der Bevölkerung direkt betreffen.“Und tatsächlich kommt im Vinschgau gerade ordentlich Bewegung in Projekte, auf die viele Menschen schon lange warten.

Ein besonders aufatmen dürften bald die Bewohnerinnen und Bewohner von Kastelbell. Die Eröffnung der lange ersehnten Umfahrung steht kurz bevor. Für das Dorf bedeutet das: deutlich weniger Schwerverkehr vor der Haustür, weniger Lärm, eine sicherere Umgebung für Kinder und endlich wieder mehr Platz für das dörfliche Leben. Auch weiter oben im Tal, in Graun, gehen die wichtigen Arbeiten zur Verlegung der Staatsstraße weiter. Solche Projekte sind komplexe Eingriffe in die Natur, aber sie sind entscheidend, um den Verkehrsfluss sicherer zu machen und Nadelöhre zu entschärfen.

Mobilität bedeutet heute aber längst nicht mehr nur Autos und Busse. Gerade im Vinschgau erfreut sich das Fahrrad – nicht zuletzt durch den Boom der E-Bikes – riesiger Beliebtheit, sei es für den Weg zur Arbeit oder in der Freizeit. Um die Radmobilität weiter zu stärken und vor allem sicherer zu gestalten, wurde bei dem Treffen auch der „Bikeliner“ angekündigt. Solche Initiativen sind ein klares Signal: Wer sich dafür entscheidet, das Auto stehen zu lassen und klimafreundlich in die Pedale zu treten, soll dafür auch die bestmögliche und sicherste Infrastruktur vorfinden.Am Ende des Treffens zeigte sich auch Bezirkspräsidentin Roselinde Gunsch sichtlich erleichtert und optimistisch: „Heute haben wir das Gefühl, dass wir einen Schritt weiter sind.“ Wenn Land und Gemeinden – wie hier in Latsch geschehen – an einem Tisch sitzen und ehrlich miteinander an pragmatischen Lösungen feilen, dann ist das die beste Voraussetzung dafür, dass große Bauprojekte nicht nur auf dem Papier gut klingen, sondern den Alltag der Menschen im Vinschgau wirklich spürbar verbessern.

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