Eismänner und Eisheilige18 / 04 / 2026

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Eismänner und Eisheilige18 / 04 / 2026

Eismänner und Eisheilige<span class="hitradio-master-datum">18 / 04 / 2026</span>
Vier bärtige Männer in langen, dunklen Gewändern stehen auf einer Klippe. Jeder hält einen Stock, während sie in die Ferne blicken. Die Szene hat einen nebligen Hintergrund mit sanften Farben.

Obstbauern und Landwirte beachten: „Erst nach Pankratius, Servatius und Bonifatius ist der Mai sicher vor Kälte.“ Das bedeutet, man sollte nicht zu früh pflanzen, da die kalte Sophie (15. Mai) oft Ernten beschädigt hat. „Bis Sophie vorbei ist, ist man vor Nachtfrost nicht sicher.“Die Kälte kommt diesmal also vor den Eisheiligen.

Die Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai sollte man nicht ganz vergessen. Früher gab es Frost an 30 bis 40 Prozent der Eisheiligen, jetzt liegt die Quote bei 20 Prozent, also Frostnächte in jedem fünften Jahr. Für dieses Jahr meint der Experte: „Ich glaube, dieses Jahr eher nicht.“

Die Heiligen Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie sind als die Eisheiligen bekannt, die mit kaltem Wetter und Frost in Verbindung stehen. Besonders an ihren Namenstagen ist schlechtes Wetter häufig. Es wird auch der Heilige Marmetus am 11. Mai als Eisheiliger angesehen. Die „Kalte Sophie“ ist nur in Österreich und Süddeutschland bekannt, während in Norddeutschland zu dieser Zeit die Kälte meist vorbei ist. Die Legende der Eisheiligen geht auf einen römischen Jungen namens Pankratius zurück, der wegen seines Glaubens hingerichtet wurde und heute als Schutzpatron der Erstkommunions-Kinder gilt. Pankratius und die anderen Eisheiligen hatten zu ihren Lebzeiten keinen Bezug zum Wetter. Sie waren Bischöfe und Märtyrer, die eine Kälteperiode in der zweiten Maihälfte einleiten. Langjährige Beobachtungen zeigen, dass es oft Mitte Mai einen Temperatursturz gibt, weshalb man sagt: „Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist. Pflanze nie vor der kalten Sophie.“

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