Landesregierung genehmigt neuen Plan für den Ausbau des Versorgungsnetzes und der stationären Kapazitäten bis 2028.
Die Südtiroler Landesregierung hat am 17. April den neuen Landesplan 2026 für die Palliativversorgung genehmigt. Der Beschluss, der auf Vorschlag von Gesundheitslandesrat Hubert Messner gefasst wurde, zielt darauf ab, das bestehende Versorgungsnetz landesweit weiter auszubauen. Ein zentrales Ziel der Maßnahme ist es, bis zum Jahr 2028 rund 90 Prozent der anspruchsberechtigten Bevölkerung eine angemessene palliativmedizinische Betreuung zu garantieren.

Für Südtirol bedeutet diese Vorgabe eine Versorgung von insgesamt 1.471 Personen, aufgeteilt in 1.384 Erwachsene und 87 Minderjährige. Bereits im vergangenen Jahr wurden landesweit 2.209 Patientinnen und Patienten betreut – davon 614 in Hospizeinrichtungen und 1.595 an ihrem Wohnort –, wodurch das ursprünglich anvisierte Ziel bereits übertroffen wurde. Insbesondere im Bereich der pädiatrischen Palliativversorgung und der Schmerztherapie liegt die Abdeckungsquote derzeit schon bei 91 Prozent.
Ein weiterer Schwerpunkt des neuen Plans liegt auf dem Ausbau der stationären Versorgung. Die Zielvorgabe sieht künftig acht bis zehn Palliativbetten pro 100.000 Einwohner vor, was für Südtirol einen errechneten Gesamtbedarf von 40 bis 50 Betten ergibt. Da das Land aktuell über 29 solcher Betten verfügt, ist eine deutliche Aufstockung vorgesehen: Konkret geplant sind zwölf zusätzliche Betten im neuen Gemeinschaftshaus in Leifers sowie sechs weitere Betten im Gesundheitsbezirk Brixen. Die Umsetzung dieser Ausbauprojekte soll bis Ende 2028 beziehungsweise Anfang 2029 abgeschlossen sein.
